Technik

R.I. Lampus modernisiert Mischanlage mit neuester Technik

Mischen auf neuem Level

Das in Pennsylvania ansässige Unternehmen R.I. Lampus und sein Schwesterunternehmen Doren, Inc. produzieren seit 1924 hochwertige Betonwaren für die umliegende Region, mit einem Spitzenservice. Das Unternehmen ist seit drei Generationen im Familienbesitz und bietet den Verbrauchern der Gegend Produkte für Outdoor-Living, Flächenbefestigung und Mauerwerk.

Mischer
Doren, Inc. entschied sich für den THT 500 C-1-II Mischer mit einem Teka Becherwerk. Wie bei allen THT Mischern ist auch hier ein Frequenzumrichterantrieb Standard, mit dem die Mischgeschwindigkeit der spezifischen Betonrezeptur ideal angepasst werden kann.

Neben Betonblocksteinen und Produkten für Flächenbefestigung beliefert der Unternehmensbereich Legierungen von R.I. Lampus Kohlenstoffstahl-, Edelstahl- und Gusseisenhersteller landesweit. Das Unternehmen hat sieben Fertigungsstätten und mehr als 40 LKWs für die Auslieferung in der ganzen Region. Um bei der Produktentwicklung im Bereich Verbundsteinfertigung an der Spitze zu bleiben, hat Gregg Boehler, Vize-Präsident von Doren, Inc., im Herbst 2015 beschlossen, die Mischanlage um einen neuen Mischer für Vorsatzbeton zu erweitern.

Mischturbine
In der Mischturbine mischen zwei lange Arme, die das Mischmaterial einer „Schwung- und Wurfwirkung“ aussetzen. Das Material wird während des Mischens entlang der Stirnfläche beschleunigt, wodurch seine Verteilung im Mischtrog maximiert wird.

Neue Herausforderungen

Die ständig steigende Nachfrage von Designern, Bauunternehmen und Planern nach immer besserer Betonqualität und größerer Vielfalt an Pflastersteinformen und -farben hat zur Folge, dass die Hersteller modernste Misch- und Dosiertechnik einsetzen müssen. Boehler arbeitete bei der Festlegung, welche Größe und welches Mischermodell die hohen Erwartungen am besten erfüllen, eng mit Teka zusammen. Doren, Inc. entschied sich für einen THT 500 C-1-II mit einem Teka Becherwerk. Die Maschinen wurden erstmals auf der Bauma 2013 vorgestellt und sind seitdem in ganz Europa im Einsatz.

Einzigartiges Prinzip

THT Mischer mischen nach einem völlig anderen Prinzip als herkömmliche Mischer. In der patentierten Mischturbine mischen zwei lange Arme das Mischgut per „Schwung- und Wurftechnik“. Durch die Form der rotierenden Arme wird das Mischgut entlang der Stirnfläche beschleunigt, wodurch es im Mischtrog maximal verteilt wird. Laut Hersteller ermöglicht dieser Prozess höchste

Mischqualität, kürzere Mischzeiten und eine deutlich schnellere Entleerung des Mischers. Das ist ein riesiger Vorteil für Hersteller. Gregg Boehler bestätigt, „dass er seine Zykluszeiten im Mischer um 66 % verringern konnte“. Anders ausgedrückt, „wir konnten so unsere Produktionskapazität um etwa 10 Zyklen pro Stunde erhöhen“, sagt Boehler. Darüber hinaus erlauben THT Modelle extrem unterschiedliche Chargengrößen im gleichen Mischer. Durch die Kombination von Mischturbine und Frequenzumrichterantrieb, die in THT Mischern Standard ist, können Chargengrößen von nur 10 % der maximalen Kapazität ohne Einbußen bei der Mischqualität produziert werden.

Beschickerkübel
Der Teka Beschickerkübel hat eine Bodenentleerung und fährt auf einer Schiene im 60° Winkel, über die er den Mischer (mehr als 50 cm über dem Werksboden) schnell mit den Mischmaterialien versorgt.

Verbesserte Qualität

Der von Boehler für das Werk gewählte Teka THT Mischer passt damit zur Tiger PS-100 Produktionsmaschine, die bereits bei Doren Inc. steht. Anfang 2015 bat Gregg Boehler Pathfinder Systems and Merts, LLC, ihn beim Entwurf eines neuen Trichters über der PS-100 Maschine zu unterstützen. Es sollte ein Ersatz entworfen und gebaut werden, der auch interne Funktionen hat. Ziel war es, die Qualität von Farbbetonen zu verbessern und gleichzeitig die Kapazität zu erhöhen - und der neue Trichter musste in das vorhandene Gebäude passen. Laut Travis Hilldore von Pathfinder/Merts wurden durch eine duale Herangehensweise die Funktions-Kompetenz von Pathfinder und die Ingenieurfähigkeiten von Merts genutzt, um ein einzigartiges Trichtersystem zu entwickeln. Der Trichter wurde so konstruiert, dass er mehrere Materialchargen zwischenspeichern und sie in festgelegte Bereiche der Tiger PS-100 Maschine leiten kann, um die Vorsatzmischungen von Boehler optimal zu verteilen. Der Trichter hat mehrere Kammern; jede einzelne Kammer kann unabhängig von den anderen gefüllt und entleert werden. Jede Kammer kann bis zu 750 kg Material aufnehmen und hat einen eigenen Absperrschieber. Schurrenbleche im Trichter können unabhängig voneinander gesteuert werden, um die Position einzelner Farben im Trichter zu variieren und zu steuern, bevor diese an die Zuführschublade übergeben werden. Doren, Inc. hatte hohe Erwartungen an die Modernisierung und Aufrüstung seiner Produktionslinie. Der gekaufte THT Mischer brachte mit der neu entwickelten Pathfinder/Merts Ausrüstung für Boehler das gewünschte Ergebnis. Er blieb im vorgegebenen Budget und die räumlichen Gegebenheiten wurden berücksichtigt.

Entleerungsschieber
Die Teka Entleerungsschieber steuert ein leistungsstarker Drehzylinder. Bei Bedarf können Näherungsschalter eingebaut werden, die eine Teilöffnung des Schiebers erlauben.
 
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