Industrienachrichten

Internationale Beobachtungsstelle für Bauwirtschaft des EMEA-Raums

Investitionen strategischer planen

Die Veranstalter der INTERMAT präsentierten Ende 2017 in Paris mit dem „Observatoire de la construction“ die erste Beobachtungsstelle für die Bauwirtschaft. Sie wird in Zusammenarbeit mit Business France umgesetzt. Das Observatoire INTERMAT wurde ins Leben gerufen, um Märkte transparent zu machen.

Baumaschinenhersteller können anhand einer strategischen Studie über 12 ausgesuchte Länder der EMEA-Zone (Europa, Mittlerer Osten, Afrika) ihre künftigen Investitionen besser einschätzen. Für jedes untersuchte Land wird eine Analyse der jeweiligen nationalen Investitionsprogramme, die bereits laufen oder von 2025 bis 2030 geplant sind, erstellt.

Wesentliche Ergebnisse des Observatoire

Europa: 925 Milliarden Euro Investitionsvolumen von heute bis 2030 bzw. 2050

Die sechs europäischen Länder Deutschland, Belgien, Frankreich, Italien, die Niederlande und Großbritannien wurden betrachtet. Sie stellen ein Projektvolumen von 925 Milliarden Euro bis 2030 bzw. 2050 dar. Bei den analysierten Konzepten liegt Deutschland an der Spitze (287 Mrd. Euro bis 2030), gefolgt von Italien (223 Mrd. Euro) und Großbritannien (167 Mrd. Euro). Frankreich steht an vierter Stelle mit 139 Mrd. Euro. Die Niederlande und Belgien verzeichnen ein Investitionsvolumen von 63 bzw. 42 Milliarden Euro.

Allein die Leitprojekte Grand Paris und Grand Paris Express umfassen in den kommenden 15 Jahren Investitionen im Wert von 67 Mrd. Euro.

Die Bereiche mit dem größten Entwicklungspotenzial für Unternehmen sind Straßenbau, Ausbau der Schienennetze und Hochbau.

Afrika: 307 Milliarden Euro Investitionsvolumen bis 2040

Zu den vier untersuchten afrikanischen Ländern gehören Marokko und Algerien als Vertreter von Nordafrika sowie zwei Länder aus Subsahara-Afrika (Côte d‘Ivoire als frankophones Land und Kenia als anglophones Land). Dort sind bis 2040 Investitionen im Wert von 307,2 Mrd. Euro geplant.

Die teuersten Investitionsprogramme bis 2030 sind für Algerien (183,7 Mrd. Euro) und Marokko (87,8 Mrd. Euro) vorgesehen.

Zu den Bereichen mit dem höchsten Wachstumspotenzial für Bauunternehmen zählen der Reihe nach Straßenbau, Bahntechnik sowie Hochbau und Hafenbau/-ausbau.

Leitprojekte:

Arabischer Raum

Die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar repräsentieren 239,3 Mrd. Euro Investitionen bis 2033. Auf Katar entfallen dabei 137 Mrd. Euro, für die Vereinigten Arabischen Emirate sind 102,3 Mrd. Euro vorgesehen. Die beiden profitabelsten Bereiche sind Hochbau und Straßenbau.

Leitprojekte:

Betonmischwerk in Algerien bei Nacht
Betonmischwerk in Algerien: Für das nordafrikanische Land sind laut INTERMAT-Beobachtungsstelle hohe Bau-Investitionen zu erwarten. // Foto: stock.adobe.com (© MOB1)
 
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