Technik

UniBatch von Ammann in Australien

Alle Umweltauflagen erfüllt

Darryl Byrne hat im Laufe seines Berufslebens schon viele Asphaltanlagen gekauft. Er weiß, dass man Kaufentscheidungen nicht leichtfertig fällt – schon gar nicht, wenn einem Umweltschutzbehörden und Anwohner auf die Finger schauen. „Wir haben nichts überstürzt“, sagt Byrne, Geschäftsführer von Roadworx, einem Unternehmen für Straßeninstandhaltung mit Hauptsitz in Sydney (Australien): „Wir haben jahrelang recherchiert.“

Und die Mühe hat sich gelohnt. Im November 2015 bestellte Roadworx eine neue Ammann ABA UniBatch Asphaltmischanlage in Wollongong, einer Stadt, die etwa eine Stunde südlich von Sydney liegt. Roadworx bietet seit über 20 Jahren Infrastrukturlösungen für Stadtverwaltungen, Regierungsdepartments sowie öffentliche und private Unternehmen. Die UniBatch erfüllt alle von Roadworx verlangten Umweltauflagen, einschliesslich der Möglichkeit zur Verwendung von recyceltem Asphalt (RAP) und der optionalen Ausstattung zur Reduzierung von Lärm- und Geruchsemissionen.

Die Recherche

Byrne und andere Mitarbeiter von Roadworx unternahmen mehrere Reisen nach Europa, um Baustellen mit Ammann Anlagen zu besuchen. „Es war hilfreich, die Anlagen in der Praxis zu erleben“, erinnert sich Byrne. „Eine Produktbroschüre ist eine Sache, aber es ist wichtig, die Anlagen auch bei der Arbeit zu sehen.“ Was sie bei der UniBatch und ihren Vorgängermodellen erlebt haben, ist eine produktive Anlage, die sämtliche Kundenvorgaben erfüllt. „Die Mischgutqualität ist erstklassig“, beteuert Byrne. Doch es ging nicht allein um die Kundenzufriedenheit. Die Anlage sollte an einem Standort aufgebaut werden, der unter strenger Beobachtung stand.

„Die Umweltschutzauflagen sind in Australien ziemlich streng“, erklärt Byrne. Was die Lage weiterhin erschwerte, war eine zweite, in Betrieb befindliche Anlage eines anderen Herstellers ganz in der Nähe. Die Anwohner und andere Gemeindemitglieder waren besorgt über die Luft- und Geräuschemissionen zweier Anlagen in ihrer unmittelbaren Nähe.

Asphaltanlage
Wegweisender Umweltschutz im Asphaltwerk: Lärm- und Geruchsbelästigung werden vermieden.

Der Plan

Roadworx konnte alle Fragen der Anwohner und Behörden beantworten. „Wir mussten sicherstellen, dass alles getan wurde, um die negativen Einflüsse zu minimieren“, erklärt Byrne. „Wir statteten die UniBatch mit den meisten der verfügbaren Zusatzoptionen aus.“ So wurden geräuschmindernde Systeme installiert, wie der Ammapax Schalldämpfer. Eine zusätzliche Schalldämmverkleidung reduzierte die Geräuschemissionen weiter und sorgt darüber hinaus für ein ansprechendes Aussehen. „Wir überwachen den Schalldruckpegel und die Werte sind sehr, sehr gut“, berichtet Byrne. Geruchsemissionen stellten eine weitere Herausforderung dar. „Die gesamte Anlage ist mit einem Rauchabzugsystem ausgestattet“, führt Byrne weiter aus. Dieses System leitet den gesamten Rauch und damit die Gerüche durch Schlauchfilter. „Die Geruchsbelästigung auf der Baustelle ist minimal“, beteuert Byrne. „Selbst die Bitumentanks riecht man nicht.“ Ein weiterer Aspekt zugunsten des Umweltschutzes ist die Verwendung der as1 EcoView-Steuerung, einer von Ammann entwickelten Betriebssoftware, die den Energieverbrauch der gesamten Anlage überwacht, einschliesslich Brennstoff- und Stromverbrauch. Diese dynamische Software sorgt dafür, dass die Investition noch effizienter wird, und reduziert die Emissionen. „Die Energiewerte, die wir mit dieser Anlage erzielen, sind sehr gut und besser als erwartet“, sagt Byrne. „Viele der Anlageneinstellungen verfügen über Feinabstimmungen, um den Energieverbrauch zu minimieren.“ Diese Zusatzfunktionen machen einen grossen Unterschied. „Wir stellen ein Qualitätsprodukt her, mit dem unsere Kunden extrem zufrieden sind“, freut sich Byrne. „Wir erzielen gute Werte in Bezug auf Brennstoffdurchsatz und Energieverbrauch. Die Anlage läuft extrem gut und Lärm- oder Geruchsbelästigungen stellen keinerlei Problem dar. Zudem war die lokale Unterstützung durch Ammann Australien ausserordentlich gut.“

Asphaltanlage
Die Anlage musste die strengen Umweltauflagen in Australien erfüllen.
 
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