Arbeitssicherheit

Höhensicherungsgerät „Raptor“ von Skylotec

Zwei Fallindikatoren für mehr Sicherheit

Hoch hinauf geht es häufig für Beschäftigte in der Steine- und Erden-Industrie, die bei ihrer Arbeit viele Meter über dem Boden tätig sind – etwa auf großen Maschinen oder auf Kranbahnen. Dabei sind die Mitarbeiter der Gefahr ausgesetzt, in die Tiefe zu stürzen. Aus diesem Grund ist in solchen Bereichen das Tragen Persönlicher Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) Pflicht. Bei der Wartung von Förderanlagen oder bei der Reinigung von Maschinen in Werkhallen kommen beispielsweise Höhensicherungsgeräte als Bestandteil der PSAgA zum Einsatz. Sie dienen als Verbindungsmittel zwischen Auffanggurt und einem Anschlagpunkt. Kommt es bei Höhenarbeiten zu einem Absturz, wird durch einen Fliehkraftmechanismus eine Bremse aktiviert, die den Sturz zuverlässig abfängt.

Wenn es um Unfallprävention geht, reicht jedoch das bloße Tragen von PSAgA nicht aus. Es ist zudem entscheidend, dass diese einfach anzuwenden ist, um Fehler zu vermeiden. Denn häufig ist die falsche Nutzung der Ausrüstung die Ursache für einen Arbeitsunfall. Im Falle von Höhensicherungsgeräten konnten Anwender bisher nur per Sichtkontrolle an einem Karabiner prüfen, ob ein Gerät noch funktionsfähig ist und dementsprechend keine eindeutige Aussage über den Zustand der Bremse treffen. Dazu musste das Gerät bisher durch einen Sachkundigen für PSAgA geöffnet und überprüft werden. Mit „Raptor“ hat Skylotec, Hersteller von Absturzsicherungen, ein neues Höhensicherungsgerät auf den Markt gebracht, das intuitiv zu bedienen und zu kontrollieren ist. Die Besonderheit: Es verfügt über zwei Fallindikatoren – einem am Karabiner und einem am Gehäuse, der von außen sichtbar ist. Mit klarer Farbsymbolik zeigen diese Indikatoren an, ob das Höhensicherungsgerät noch funktionstüchtig ist und ob der Beschäftigte es noch einsetzen kann oder es überprüfen lassen muss. Dadurch sind die Mitarbeiter bei Höhenarbeiten besser geschützt.

Höhensicherungsgerät im Einsatz
Anhand der eindeutigen Farbsymbolik auf dem Gerätegehäuse erkennt der Anwender, ob der Raptor noch einsatzbereit ist.

Farbgebung verhindert irrtümlichen Gebrauch

Zeigen die Indikatoren an Karabiner und Gehäuse jeweils eine rote Signalfarbe an, muss das Gerät unverzüglich durch einen von Skylotec autorisierten Servicetechniker überprüft werden. Ist wenigstens einer der beiden Indikatoren rot gefärbt, ist davon auszugehen, dass der Bremsmechanismus schon einmal durch einen Absturz ausgelöst wurde. Weil bei der nächsten Verwendung im Falle eines Sturzes Verletzungen drohen, muss das Gerät umgehend überprüft werden. Ein Sachkundiger kann es wieder in Betrieb setzen, etwa indem er einzelne Module des Gerätes austauscht. Der modulare Aufbau der „Raptor“-Modelle macht dies unkompliziert möglich. Die verschiedenen Einheiten sind in ihrer Konstruktion klar voneinander getrennt und können dadurch einzeln ersetzt werden. Zusätzliches Plus: Die jährlich vorgeschriebene Revision ist mit geringem Aufwand möglich. Es genügt die einfache Überprüfung der beiden Indikatoren sowie des Seils. Ist alles in Ordnung, kann das Gerät im besten Fall am Einsatzort verbleiben und muss nicht zu einer für die Revision autorisierten Stelle eingesendet werden. Auf diese Weise lassen sich bei der Revision Zeit und Kosten sparen.

Zwei Höhensicherungsgeräte im Einsatz
Spart Platz und schont die Geräte: Durch ihr eckiges Design lassen sich die Höhensicherungsgeräte einfach übereinanderstapeln.

Durchdachte Details

Wenn es um die Sicherheit der Anwender geht, punktet „Raptor“ mit einem weiteren Detail: Es lässt sich intuitiv bedienen. So ist etwa der Anschlagpunkt in Griffform klar gestaltet, sodass er nur eine eindeutige Befestigungsmöglichkeit zulässt. Zudem verhindert ein energieabsorbierender Einlaufdämpfer aus Kunststoff, dass der Karabiner beim Seileinzug ungebremst gegen das Gerätegehäuse schlägt. Damit ist zum einen das Gerät vor kontinuierlich auftretenden Schlägen geschützt. Zum anderen bewahrt es den Anwender vor Handverletzungen und Quetschungen beim Seileinzug. Verfügbar ist „Raptor“ in verschiedenen Ausführungen. Die Stahlseil-Variante wird in Längen von 6 m, 10 m oder 20 m ausgeliefert. Die weiteren Modelle mit Textilband sind in 6 m oder 8 m erhältlich. Das Höhensicherungsgerät ist durch eine integrierte Umlenkrolle seilschonend konstruiert. Im Geräteinnern entsteht durch die Seilrolle keine Reibung, das Seil wird dadurch nicht zusätzlich beansprucht. Ein weiterer Vorteil ist das besondere, eckige Gerätedesign, wodurch sich die Höhensicherungsgeräte auch seitlich lagern und ganz einfach stapeln lassen. Das spart Platz und schont die Geräte. Alle Höhensicherungsgeräte sind zertifiziert nach EN 360 und sichern eine Person bei einem maximalen Nutzergewicht von 140 kg.

 
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