VDMA: Spitzenjahr 2007 für Hersteller von Bau- und Baustoffmaschinen

Prognose 2008: Plus acht Prozent

Die deutschen Hersteller von Bau- und Baustoffmaschinen haben ihren Umsatz 2007 um 29 Prozent auf 15,3 Milliarden Euro gesteigert. Auf Baumaschinen entfallen dabei 11,3 Milliarden Euro, auf Baustoff-, Keramik- und Glasmaschinen 3,9 Milliarden Euro. Das entspricht gegenüber 2006 einem Plus von 31 Prozent bzw. 24 Prozent. „Damit hat unsere Branche wieder ein Spitzenjahr hingelegt“, sagte Dr. Christof Kemmann, Vorsitzender des VDMA Fachverbandes Bau- und Baustoffmaschinen.

Auch die Auftragseingänge sind 2007 gegenüber 2006 noch einmal in die Höhe geschnellt. Die Auftragsbestände lagen zur Jahreswende 2007/2008 zum Teil doppelt so hoch wie im Jahr zuvor. Im Anlagenbau gibt es Auftragsvorlaufzeiten von bis zu 18 Monaten. Um die immense Nachfrage zu decken, haben die Unternehmen in 2007 kräftig in ihre Standorte investiert, ihr Personal im Durchschnitt um fünf bis 10 Prozent aufgestockt und ihre Produktionsstätten erweitert und modernisiert. „Wir gehen auch deshalb davon aus, dass wir 2008 bei den Umsätzen nochmals um rund acht Prozent zulegen können“, betonte Kemmann. Viele Unternehmen streben nach dem fünften Wachstumsjahr in Folge 2008 einen Konsolidierungskurs auf dem jetzt erreichten hohen Niveau an.

Dr. Christof Kemmann, Vorsitzender des VDMA Fachverbandes Bau- und Baustoffmaschinen
Dr. Christof Kemmann, Vorsitzender des VDMA Fachverbandes Bau- und Baustoffmaschinen

Wachstumsmotor war auch in diesem Jahr das Exportgeschäft. Die Export-umsätze lagen mit 11,4 Milliarden Euro um 30 Prozent höher als im Vorjahr. Der Exportanteil der Branche beträgt 77 Prozent. Im Laufe des letzten Jahres war die Nachfrage nach Bau- und Baustoffmaschinen in fast allen Regionen der Welt gleichzeitig angestiegen. Für die Impulse sorgen aber vor allem Osteuropa (plus 23 Prozent), die GUS-Staaten (plus 63 Prozent) und der Nahe und Mittlere Osten ohne Iran (plus 11 Prozent).

Dank der weiter anziehenden Baukonjunktur setzte sich bei der Inlandsnachfrage der spürbare positive Trend weiter fort. In 2007 haben sich die Geschäfte noch einmal deutlich belebt. Die Umsätze der Baumaschinenhersteller stiegen um 26 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro.

Auf der anderen Seite bereitet die angespannte Lage in der Zulieferindustrie den Baumaschinenherstellern immer noch Sorgen. Das gehe – so Dr. Kemmann – zu Lasten der Produktivität und führe zu höheren, nicht gewollten Lagerbeständen. Außerdem mangele es an verfügbarem qualifizierten Personal. Es fehlten der Branche nicht nur Ingenieure, auch gewerbliches Personal und Facharbeiter seien für mittelständische Betriebe so schwer zu bekommen wie noch nie.

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Umsatz Bau- und Baustoffmaschinen 2007