Floweurope: Wasserstrahl schneidet Radien oder beliebige Formen

Das Schneiden, Bohren, Fräsen oder Gravieren von Steinen stellt an die eingesetzten Werkzeuge hohe Anforderungen: Das Material ist hart und spröde zugleich. Beim Schneiden von Radien oder freier Konturen kommen herkömmliche Bearbeitungsmaschinen an ihre Grenzen. Die Wasserstrahl-Experten der Flow Europe GmbH zeigen auf der Stone+tec, dass die Wasserstrahlschneidtechnik im Steinbereich eine sinnvolle Alternative ist.

Schneiden und Bohren mit der selben Maschine

Da der Wasserstrahl mit dem beigemischten Abrasivsand das Schneidmedium ist, „verschleißt“ dieses nicht wie bei herkömmlichen Trennverfahren. Gleichzeitig kann man mit einem Werkzeug nicht nur schneiden, sondern auch bohren und gravieren und auch das Schneiden von Radien ist für diese Technik kein Problem. Zudem entsteht kaum Staub und die Kanten müssen nicht mehr nachbearbeitet werden.

Floweurope präsentiert in Nürnberg den im Steinbearbeitungsbereich am häufigsten eingesetzten Maschinentyp: eine kompakte IFB-Maschine (Integrated Flying Bridge) mit Dynamic Waterjet, einer direkt angetriebenen HyPlex-Pumpe und der Anbohrhilfe UltraPierce. Anlage und Komponenten wurden exakt für diese Anforderungen ausgewählt:

Das Modell IFB ist nicht nur äußerst robust, sondern dank seines Aufbaus von drei Seiten frei zugänglich. Zum Be- und Entladen mit großen Steinplatten lässt sich einfach der Ausleger zurück fahren, der Catcher ist somit völlig frei zum Auflegen des zu bearbeitenden Materials. Der Auslegerarm ist äußerst steif gebaut, somit können beim Schnitt höchste Genauigkeiten erzielt werden. Erstmals wird die Anlage auf einer Steinbearbeitungsmesse auch mit Dynamic Waterjet gezeigt. Das zum Patent angemeldete Verfahren kompensiert ohne Zutun des Bedieners Winkelfehler der Teilekante, die für das Wasserstrahlschneiden an der Schneidkante sonst typisch sind. Das erhöht die Passgenauigkeit zwischen einzelnen Teilen und gerade bei Einlegearbeiten, z.B. mit Marmor können die Fugen deutlich geringer gehalten werden.

Generell besteht beim Anbohren spröder Materialien mit dem Abrasivstrahl die Gefahr, dass Bohrungen an der Oberkante ausbrechen. Der erste Wasserstrahl-Schub enthält gewöhnlich noch keinen Abrasivsand; die Oberfläche neigt dann dazu, unter der Wucht des Wassers einzureißen. Abhilfe schafft die Anbohrhilfe „UltraPierce“; sie saugt den Abrasivsand an und sorgt dafür, dass bereits beim ersten Tropfen Wasser Abrasivsand dem Schneidestrahl beigemischt ist.

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