Technik

Neue Großstaplermodelle von Linde

Linde Material Handling löst die bisherige Großstaplerbaureihe H100 bis H180 im Traglastbereich von 10 bis 18 Tonnen ab. Die neuen Modelle des 2006 eingeführten, größten Hydrostaten des Linde-Produktprogramms erfüllen gleichzeitig die ab 2011 geltenden Abgasvorschriften der Stufe IIIB/Tier 4 Interim.

Zehn Modelltypen mit Lastschwerpunkten von 600 und 1200 Millimetern stehen den Kunden für eine Vielzahl industrieller Anwendungen zur Wahl. Die Fahrzeuge bieten dem Fahrer mit der bewährten Doppelpedalsteuerung, den Bedienhebeln zur Ansteuerung der Hubfunktionen (Linde Load Control) und dem speziell geformten Lenkrad viel Komfort.

Hinzu kommen mit den neuen Modellen verbesserte Service-Zugänge, eine zusätzliche Modellvariante (H100 mit 10 Tonnen Tragkraft und 1200 Millimeter Lastschwerpunkt), ein erweitertes, integriertes, CAN-gestütztes Display, das Ladegewicht, Kraftstoffverbrauch, Tankstand und Betriebszustand anzeigt sowie eine rollengeführte Aufhängung der Gabelzinken und universelle Gabelträger sowie die optionale Beleuchtung der Trittstufen.

Serienmäßig verbessert wurden die Fahrzeuge durch längere Gabelzinken (gilt für Modelle mit 600 Millimeter Lastschwerpunkt), zusätzliche, am Chassis befestigte Heckspiegel, einen Spritzschutz für die Hinterräder, Schiebefenster, eine ausziehbare Lenksäule und eine 12V-Steckdose im Bereich der Fahrerkabine. Die Kapazität des Treibstofftanks wurde um mehr als 60 Prozent erhöht und erlaubt längere Einsatzzei-ten bis zum nächsten Tankstopp. „Die neue Staplerbaureihe verbindet den feinfühligen, sparsamen Linde Hydrostatikantrieb mit bewährten Cummins Motoren, welche die aktuellen Vorschriften zur Abgassenkung erfüllen”, sagt Philip Ireland, Leiter Forschung und Entwicklung bei der Linde Heavy Truck Division in Merthyr Tydfil (Wales).

Die neuen Cummins-Motoren verfügen über serienmäßig verbaute Dieselpartikelfilter (DPF), die das Partikel- und Stickoxid (NOX)-Emissionsniveau um 90 Prozent beziehungsweise 50 Prozent im Vergleich zu den Werten der Stufe IIIA/ Tier 3 senken. Für die am 1.1.2014 in Kraft tretende Stufe IV/Tier 4, plant Linde Material Handling eine zusätzliche Abgasnachbehandlung zur Senkung des Stickoxid-Ausstoßes auf Basis einer Kombination von EGR-(Exhaust Gas Reduction) Technologie und SCR- (Selective Catalytic Reduction) Technologie.

Ein wichtiges Entwicklungsziel der neuen Baureihe wurde mit dem modularen Aufbau von Chassis und Rahmen realisiert, um auf diese Weise den Zugang zu den Servicekomponenten zu vereinfachen. Die Kühlereinheit befindet sich am Heck des Staplers, oberhalb des Gegengewichts. Über beidseitig am Stapler angebrachte Schlitze wird die Luft angesogen, durch die Kühleinheit gezogen und vom Motorraum und der Fahrerkabine weggeleitet. Der modulare Aufbau des Gegengewichtes erlaubt flexible Fahrzeugkonfigurationen, um die gewünschte Resttragfähigkeit bei Anbaugeräten zu erreichen. Die Fahrerkabine lässt sich hydraulisch zur Seite wegklappen und erleichtert auf diese Weise den Servicezugang zu Motor und hydrostatischem Antrieb.

Trittstufenbeleuchtung

Häufiger zu wartende Komponenten wie Öl-, Kraftstoff- und Luftfilter, Wischwasserbehälter, Batterien, Sicherungen, Kabinenkippvorrichtung und Canbus- Stecker sind über eine große Bedienklappe zugänglich. Die Fahrerkabine wurde um 100 Millimeter erhöht, um dem Fahrer eine bessere Rundumsicht zu ermöglichen und bodennahe Wartungsarbeiten zu erleichtern. Der Fahrer erreicht seinen Arbeitsplatz ab sofort über gut sichtbare, breite und tiefe Gitterstufen mit Locheisenprofil. Neu ist zudem die optionale Trittstufenbeleuchtung mit Außen- und Innenschalter.

Modularer Aufbau von Chassis und Rahmen vereinfacht den Zugang  zu den Servicekomponenten.
Modularer Aufbau von Chassis und Rahmen vereinfacht den Zugang zu den Servicekomponenten.
 
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