Termine

Gipfeltreffen der Betonfertigteilindustrie

Mehr als 1.800 Teilnehmer aus 20 Nationen hatten sich im Februar zum Branchentreff der europäischen Betonfertigteilindustrie, den 56. BetonTagen, in Neu-Ulm eingefunden. Das Fachprogramm und die hochkarätigen Vorträge standen unter dem Motto „Wandel gestalten“.

„Als Klammer der Branche“ bezeichnete Harald Sommer, Präsident des Fachverbandes Beton- und Fertigteilwerke Baden-Württemberg (FBF), die Veranstaltung. Auch der europäische Betonfertigteilverband tagte im Vorfeld in Neu-Ulm. Positiv äußerte sich Sommer zur Wirtschaftslage. Der Trend zu sicheren Investitionen in Sachwerte wie Immobilien, die aktuellen Auftragsbestände und Genehmigungszahlen ließen zumindest im Hochbau auf eine stabile Entwicklung hoffen. Der Wirtschaftsweise Prof. Peter Bofinger verwies auf die nach seiner Meinung zu Unrecht schlecht geredeten Öffentlich-Privaten Partnerschaften als Chance für Investitionen. „Als Ökonom sehe ich da keine Probleme, denn durch die Schuldenbremse ist der Staat als Investor kaltgestellt.“

Wie können wir nachhaltig, ressourcenschonend und langlebig bauen? Diese Frage zog sich wie ein roter Faden durch das Programm. Beginnend mit dem Vortrag von Prof. Werner Sobek, der zeigte, was er unter dem Begriff des zukunftsgerichteten nachhaltigen Bauens mit Beton versteht, über Forschungsprojekte zum Gradientenbeton und zu CO2-reduzierten Zementen bis hin zur Vorstellung von Ökobilanzen und Umweltproduktdeklarationen für einzelne Betonbauteile. Auch die Wechselwirkungen zwischen der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung und der Betonindustrie wurden aufgezeigt und die Rahmenbedingungen für das Bauen mit Betonbauteilen durch die neue europäische Bauproduktenverordnung abgesteckt.

Lobbyarbeit für Beton

Mehr als 260 Architekten besuchten das Podium „Beton in der Architektur“, das Gerhard Wittfeld, kadawittfeldarchitektur, Aachen, eröffnete. Sein Credo: Gebäude stehen im Dienste des Nutzers und Betrachters und erfordern daher maßgeschneiderte Raumstrategien. Dies sei jedoch nur durch den intensiven Austausch mit den Auftraggebern möglich. Für eine engere interdisziplinäre Zusammenarbeit von Architekt und Ingenieur plädierte Prof. Josef Hegger von der RWTH Aachen. Nur so sei es möglich, innovative Baustoffe in anspruchsvolle Architektur umzusetzen. Das gemeinsame Podium mit dem Deutschen Beton- und Bautechnik-Verein richtete sich an Bauunternehmer und beinhaltete die Themen Sichtbeton, Betonkosmetik sowie Weiße Dächer und Decken.

Die nächsten BetonTage finden vom 5. bis 7. Februar 2013 statt.      

Jörg Nierzwicki, BG RCI

Im Edwin-Scharff-Haus trafen sich Führungskräfte aus Industrie und Wissenschaft. // Foto: Nierzwicki, BG RCI
Im Edwin-Scharff-Haus trafen sich Führungskräfte aus Industrie und Wissenschaft. // Foto: Nierzwicki, BG RCI
 
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