Technik

Effizienz steigern und Arbeitskomfort erhöhen

Dennert Massivhaus arbeitet mit moderner Bindemaschinentechnik

Häuser am Fließband bauen. Im ersten Moment klingt das unrealistisch. Wer sich aber vor Augen hält, dass praktisch jede Komponente eines Hauses, sei es eine Wand, eine Decke, eine Treppe oder gar der gesamte Innenausbau im Werk vorgefertigt werden kann, der ist schnell von diesem Konzept überzeugt. Um die Idee in die Tat umzusetzen, bedarf es aber entsprechender Ausrüstung, denn jeder Arbeitsschritt ist auf den darauffolgenden abgestimmt und zeitlich streng begrenzt. Eine Optimierung dieser zeitlichen Hierarchie setzt die Optimierung einzelner Arbeitsschritte voraus. Die Veit Dennert KG konnte mit der Umrüstung auf neue Bindemaschinen von Max Europe BV eine Verbesserung in Teilprozessen erzielen.

Blickt man auf einer Landkarte auf Schlüsselfeld in Deutschland, so erwartet man nicht unbedingt, dass hier eine hochmoderne Fertigung für Massivhäuser ihren Hauptsitz hat. Die Firma Dennert produziert seit 1998 an diesem Standort Massivhäuser in Serie. Die Gründung dieses Unternehmens 1933 durch Veit Dennert bildete dabei den Grundstein für den heutigen Erfolg.

Arbeiten mit der Bindemaschine
Arbeiten mit der Bindemaschine
Das Arbeiten mit der Bindemaschine ist denkbar einfach und schnell zu erlernen.

In der Nachkriegszeit entwickelte sich der Bau­stoffhandel Dennert zum Baustoffpro­duzenten für den traditionellen Wohnungsbau und hatte bereits zu dieser Zeit Betonfertigteile im Angebot. In den 70er Jahren brachte Dennert die ersten kompletten Bauteilsysteme auf den Markt, welche heute noch das Konzept des Unternehmens prägen. Es handelte sich hierbei um Spann­betondecken, welche in den darauffolgenden Jahren weiterentwickelt wurden. Den Quantensprung erfuhr das Unternehmen mit der DX-Decke, eine sogenannte intelligente Decke, die ein Gebäude heizen, kühlen und lüften kann.

Mit der Erweiterung der Produktion aller für den Hausbau notwendigen Bauteile, wie Treppen, Stürze und sogar Schorn­steine, konnte 1998 das erste Fertighaus mit dem Produktnamen ICON-Massivhaus die Fertigungsstraße verlassen. Heute bietet die Dennert-Gruppe verschiedene Fertig­haus­systeme und ein umfangreiches Angebot an Bau- und Dämmstoffprodukten an. Mittlerweile verlassen etwa 170 schlüsselfertige Massivhäuser jährlich die Produktionshallen. Das ständige Bestreben sich mit Innovationen auf dem Markt zu behaupten, hat in der Vergangenheit der Firmengeschichte von Dennert bereits zu einigen Auszeichnungen geführt. So wurde dem Unternehmen 2007 mit dem ICON-Haus der TOP-Innovationspreis (F.A.Z. Institut) verliehen. Im Jahr  2008 wurde Dennert der Top Arbeitgeber und 2011 wurde dem Unternehmen der Top Innovationspreis mit der DX-Therm-Decke verliehen. „Wir legen größten Wert auf die Bindung unserer Mitarbeiter an das Unternehmen und sorgen für bestmögliche Arbeitsbedingungen,“ so Bernd Schwarz, der Betriebsleiter der Veit Dennert KG. Folglich ist Bernd Schwarz stolz auf das Gütesiegel „Sicher mit System“ der BG RCI, welches seit 2008 seinem Betrieb verliehen wird.

Bad
Ein Bad nach Wunsch wird bereits im Werk fertiggestellt.

Nicht zuletzt versprach sich die Unternehmensleitung durch die Anschaffung einer Bindemaschine für Bewehrungseisen eine Ver­besse­rung der Arbeitseffizienz, aber auch einen Vorteil in puncto Arbeits­komfort und Ergonomie. Im Jahre 2006 konnten die Argumente der Bindemaschinen von Max Europe überzeugen. Seitdem ist das Binden von Hand auf ein Minimum reduziert. Die akkubetriebenen Maschinen, welche in zwei Varianten erhältlich sind (RB217 und RB397), verbinden die Bewehrungseisen schnell und fest miteinander. Das Gerät wird dabei ähnlich wie eine Pistole gehalten und man kann in einer rückenfreundlichen Position arbeiten. Die Belastung der Handgelenke ist geringer als bei den altbekannten Methoden. Selbst ungelernte Arbeitskräfte können mühelos mit diesem Gerät arbeiten. Die Mitarbeiter an der Bewehrungsstation im Werk bei Dennert sind zufrieden mit der Integrierung der modernen Arbeitshilfe in den Fertigungsprozess.

Gasnagler
Der Gasnagler GS738C liegt gut in der Hand und ist auch bei Überkopfarbeiten einfach zu bedienen.

„Kurz gesagt ist die Bindemaschine von Max leicht in der Be­dienung und schneller als das Binden von Hand. Man kann so bis zu 30 Prozent Zeit einsparen, bei ganz einfachen Bewehrungsgeometrien auch deutlich mehr. Es lassen sich zwar nicht alle Verbindungen mit diesem Gerät ausführen, aber im Wesentlichen sind wir zufrieden mit dieser Arbeitshilfe,“ so Uwe Freimann, Facharbeiter in der Bewehrungsstation.  Entworfen ist das Gerät hauptsächlich für Bewehrungsverbindungen bei einfachen Geometrien, wie sie bei konstruktiven Beton­fertigteilen häufig vorkommen. Hierbei kann die Maschine ihre volle Leistungsfähigkeit ausspielen und innerhalb kürzester Zeit zahlreiche Knoten binden. Die Akkuleistung ist mit modernster Lithium-Ionen-Technologie so ausgelegt, dass ein Akku bei ständiger Benutzung einen ganzen Tag lang hält.  „Durch den Einsatz mehrerer Bindemaschinen von Max in allen unseren sechs Werken in ganz Deutschland konnten wir unsere Arbeiter bei Teilprozessen entlasten und sie mit anderen Aufgaben betrauen. Auch wenn die Investitionskosten auf den ersten Blick hoch erscheinen, so lohnt sich die Anschaffung auf lange Sicht,“ erläutert Bernd Schwarz. Nachdem nun die Betonfertigteile hergestellt sind, werden diese miteinander zu Baumodulen verbunden. Jetzt erfolgt der Ausbau, der von der Arbeitsweise einer Fertigung aus der Automobilindustrie gleicht. In den einzelnen Arbeitsstationen werden die spezifischen Kundenwünsche umgesetzt. Kaum etwas, was nicht möglich ist. Das Angebot, welches dem Kunden zur Verfügung steht ,wächst und wechselt mit der Nachfrage. Da im Werk gute Erfahrungen mit den Bindemaschinen von Max gemacht wurden, war man auch aufgeschlossen gegenüber weiteren Arbeitshilfen für die Fertigungslinie. Hier kam es sogar zu einer Zusam­menarbeit zwischen Dennert und Max. Genauer gesagt unterstützte der Massivhaushersteller Max bei der Entwicklung eines Gasnaglers für Betonfertigteile. Der Testversuch ging über einen Zeitraum von 12 Monaten und wurde durch den ständigen Austausch von Anwen­der zum Entwickler bis zur Serienreife des Gerätes durchgeführt. Heute ist die Maschine fester Bestandteil in der Fertigung und wird zur Befestigung von Montageschienen an die Betonfertigteile eingesetzt. Das wuchtig erscheinende Werkzeug mit der Bezeichnung GS738C,ist bei erstem Kontakt erstaunlich einfach in der Handhabung. Das Gewicht ist optimal verteilt, sodass nur geringe Kräfte im Handgelenk aufgebracht werden müssen, um die Maschine einzusetzen. Früher wurde in der Fertigung mit anderen, schwereren Geräten gearbeitet, die umständlich in der Bedienung waren. Diese Arbeitsweise war zudem bei Überkopfarbeiten sehr anstrengend.

Wohnmodul
Die einzeln vorgefertigten Wohnmodule werden wettergeschützt verpackt und auf die Baustelle transportiert.

Resümierend fasst Bernd Schwarz die Investitionen in die Geräte von Max als lohnenswert zusammen, sicher auch, weil die Bindemaschinen mit dem Prämiensystem „Wer mehr tut, wird belohnt“ der BG RCI gefördert werden. Die Integration dieser Arbeitshilfen in den Fertigungsprozess ist aus mehreren Gesichtspunkten sinnvoll und erfolgreich gewesen. Nicht nur eine Optimierung der Arbeitseffektivität, sondern auch eine Verbesserung des Arbeitskomforts und insbesondere der Ergonomie beim täglichen Umgang mit diesen Maschinen war überzeugend. Die Firma Dennert wird auch zukünftig aufgeschlossen gegenüber weiteren Testversuchen mit Max-Geräten sein, wenn diese sich in den Produktionsprozess einbinden lassen und insbesondere auch deshalb, weil Dennert noch Optimierungspotenzial bei den Bindemaschinen in puncto Erreichbarkeit bei sehr engen und verwinkelten Bewehrungskörben sieht.

 
Weitere Informationen

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Dennert Massivhaus GmbH

Veit-Dennert-Straße 7

96132 Schlüsselfeld, Deutschland

T +49 9552 710

F +49 9552 711 87

info@dennert.de

www.dennert.de


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