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VDBUM öffnet sich für die Baustoff-Industrie

Vier Tage lang wurden beim 41. VDBUM-Großseminar in Braunlage/Harz Themen aus den Bereichen Technik, Bauverfahren, Recht und Persönlichkeitsentwicklung diskutiert. Auf Beschluss der Mitgliederversammlung fiel darüber hinaus Anfang März der Startschuss für eine zeitgemäßere Positionierung des Verbandes. „Zukunftsorientierte Ausrichtung“, so heißt die Generalaufgabe, der sich der VDBUM beständig widmet. Mit dieser Aufgabe ist immer dann, wenn ein quantitativer Entwicklungsgrad erreicht ist, auch ein Sprung in eine qualitativ höhere Liga verbunden. In diesem Jahr war die Zeit dafür reif.

Rohstoffgewinnung

Nach Beschluss der Mitgliederversammlung wird sich der Verband neben seinem bisherigen konzentrierten Engagement für Baumaschinenmeister und -Ingenieure auch für neue Zielgruppen öffnen. Im erweiterten Fokus stehen Fachleute aus anderen Bereichen der Baubranche, aus der Umwelttechnik, dem Garten- und Landschaftsbau sowie der mineralischen Rohstoffgewinnungs-, Baustoff- und Recyclingindustrie. Mit dieser Erweiterung seines Vertretungs- und Unterstützungsangebotes will sich der Verband auch in Zukunft nachhaltig als Kompetenzzentrum und starker Dienstleistungspartner für Fachleute sich überschneidender Zielgruppen positionieren.

Die Erweiterung der Interessenvertretung ist bereits in der bisherigen Arbeit des Verbandes systematisch gewachsen. Dafür sorgten beispielsweise in der jüngeren Vergangenheit neue Herausforderungen in den Bereichen Elektrotechnik, im Ressourcenmanagement sowie in der Umwelt- und Energietechnik. Die Erweiterung der Aufgabenbereiche drückt sich ab sofort auch im veränderten Namen des Verbandes aus. Zwar bleibt die Marke VDBUM als solche erhalten, allerdings wird die Buchstabenfolge mit einer neuen Bedeutung assoziiert:

V = Verband D = der B = Baubranche U = Umwelt- und M = Maschinentechnik

Vorstand und Beirat hatten sich in eingehenden Beratungen auf diese Bedeutung verständigt, der Anfang März auch die Mitgliederversammlung zustimmte. „Der Kreis der Mitglieder öffnet sich stärker für alle am Bauprozess beteiligten Menschen“, bringt Peter Guttenberger, Vorsitzender des VDBUM, die Neuausrichtung des Verbandes auf den Punkt.

Der Verband der Baubranche, Umwelt- und Maschinentechnik (VDBUM) wird durch seine Neupositionierung dem Anspruch als Interessenvertretung in berufspolitischen und übergeordneten Organen gerecht. „Dabei ist es uns wichtig, dass sich die langjährigen sowie die neuen Mitglieder im erneuerten VDBUM gleichermaßen wiederfinden und auch in Zukunft ihren Verband am Arbeitsplatz vertreten und stärken“, sagt Udo Kiesewalter, Geschäftsführer des Verbandes. Schließlich stünden die Mitglieder im Mittelpunkt aller Anstrengungen.

Eine Abgrenzung zu anderen Verbänden sieht Peter Guttenberger dort, „wo wir noch einen Maschinencharakter haben“, also keine reinen virtuellen Planungen und Entwürfe dominieren. Diesen Fokus unterstrich der 2. Vorsitzende Michael Hennrich: „Maschinen bekommen immer mehr Gewicht in den Bau-Ausschreibungen“, sagte er im Hinblick auf CO2-Emmissionen und Feinstaubentwicklung.

Nachwuchspreis ausgelobt

Mit einem im Rahmen des Großseminars auszuschreibenden Preis wolle der Verband künftig den Ingenieur-Nachwuchs fördern, erläuterte der 4. Vorsitzende Dirk Bennje. Es sei ein Marketinginstrument, um Fachleute für die Baumaschinenbranche zu gewinnen, im Gegensatz zum Bauma-Innovationspreis, der sich an etablierte Institutionen wende. „Wir wollen Zuckerstückchen in den Ring werfen und so Lösungen, die Potenzial haben, prämieren“, ergänzte Peter Guttenberger. Unter dem Motto „Forschung trifft Technik“ sollen auch die Kontakte zu den Hochschulen verstärkt werden.

Jörg Nierzwicki, BG RCI

Wolfgang Lübberding, Leiter der Geschäftsstelle, und die Mitglieder des Vorstands Michael Hennrich, Peter Guttenberger, Udo Kiesewalter und Dirk Bennje (von links)
Verkündeten die Namensänderung des VDBUM: Wolfgang Lübberding, Leiter der Geschäftsstelle, und die Mitglieder des Vorstands Michael Hennrich, Peter Guttenberger, Udo Kiesewalter und Dirk Bennje (von links). Foto: Nierzwicki, BG RCI.
 
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