Es ist wieder Bauma-Zeit!

Helmut Ehnes

Alle drei Jahre ist es wieder so weit: die Bauma-Zeit verursacht Kribbeln in den Fingern der Akteure aus dem Bergbausektor, dem Baubereich und bei den Herstellern von Baustoffmaschinen. Und dann stellt sich die Frage stets aufs Neue, wie es denn mit der Konjunktur in diesem Sektor aussieht. Ist einmal mehr Krise angesagt oder ist endlich wieder Boomzeit?

Eines kann man schnell feststellen: auf die Bauma ist Verlass! Superlative in allen Bereichen. Die größte Bauma aller Zeiten! Lange Wartelisten von Ausstellern, die draußen bleiben müssen. Die meisten Weltneuheiten! Hohe Hotelpreise. Neue Impulse für Geschäftsentwicklungen. Das sind die vorherrschenden Botschaften. Und nach der Bauma ist sicher auch wieder von einem neuen Besucherrekord zu berichten.

Auf der anderen Seite gehen die Prognosen davon aus, dass man besser keine „Höhenflüge“ erwarten sollte. Die Zeiten seien ungewisser denn je. Schuldenkrise und ihre Auswirkungen auf die Bauwirtschaft in Europa und Krise im Nahen Osten. Kommt China wieder in Fahrt?

Bei all diesen gegensätzlichen Botschaften kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass wir heute die Extreme geradezu suchen und sie manchmal auch herbeireden. Das hat etwas mit utopischen Erwartungen, aber auch mit überzogenen Versprechungen zu tun. Etwas mehr Gelassenheit, etwas mehr Kontinuität würde uns allen gut tun. Wir alle sollten uns bemühen, in einer schnelllebigen Zeit nicht immer nur den schnellen Erfolg zu suchen, sondern auf Nachhaltigkeit zu setzen. Um zwei Prozent jährlich, dafür aber kontinuierlich zu wachsen, ist besser als Schwankungsbreiten von 20 Prozent verkraften zu müssen.

Dabei zeigt ein Blick in die Welt: Der Bedarf an Rohstoffen und Infrastruktur ist gewaltig. Um nachhaltig zu bestehen, ist es deshalb für viele Hersteller, auch für kleinere und mittelständische Maschinenproduzenten, von Bedeutung, den Focus weltweit auszurichten und neue Märkte, die es gerade im Bergbau gibt, mit unternehmerischem Mut zu erschließen.

Nachhaltigkeit und Kontinuität sind auch für einen erfolgreichen Arbeitsschutz Voraussetzung. Schnelle Erfolge sind hier nicht zu erzielen. Da stimmt es den aufmerksamen Betrachter positiv, dass renommierte Hersteller seit einigen Jahren verstärkt auf das Thema Arbeitssicherheit und Ergonomie bei ihren Produkten setzen und damit werben. Neben den Themen Effizienz und Umweltverträglichkeit steht auch bei der Bauma 2013 die Arbeitssicherheit erneut im Fokus, wie der VDMA mitteilt. Das ist eine positive und nachhaltige Entwicklung, denn sichere Maschinen und Antworten auf die demografische Entwicklung sind eine Grundvoraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg und entsprechen der sozialen Verantwortung, die jeder Hersteller von Maschinen und Produkten in seiner Unternehmensstrategie verankern muss.

Made in Germany hat in der Welt noch immer einen guten Klang, nicht nur wegen der innovativen und ausgereiften Technologie, sondern auch wegen des hohen sicherheitstechnischen Standards und umfassender Lösungen und Konzepte. Deshalb gilt bei der Bauma 2013 mehr denn je: Mit sicheren Produkten kann man punkten. Fragen Sie die Aussteller danach! Ich wünsche Ihnen einen interessanten und erkenntnisreichen Baumabesuch.