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Rückschau: 18. Bottroper Betontage

Neue Entwicklungen in der Betontechnologie

Am 2. und 3. Februar 2017 fanden die Bottroper Betontage, eine Vortragsveranstaltung des Fachbereiches Concrete Industry der MC-Bauchemie mit rund 100 Teilnehmern aus der Transportbetonindustrie, der Fertigteil- und Betonwarenindustrie sowie der Wissenschaft statt.

Unter anderem wurden exemplarisch folgende Themen behandelt:

Dunkelverfärbungen an Sichtbetonflächen

Dr.-Ing. Doris Strehlein vom Ingenieurbüro Schießl Gehlen Sodeikat aus München stellte neue Erkenntnisse zur Verringerung von Dunkelverfärbungen an Sichtbetonflächen vor. Diese treten insbesondere bei der Verwendung nicht saugender Schalhäute und verstärkt bei der Herstellung von Sichtbetonoberflächen in den Wintermonaten auf. In ihrem Vortrag ging Dr.-Ing. Strehlein auf betontechnologische sowie ausführungstechnische Aspekte ein, die Einfluss auf die Verfärbungen haben, und gab abschließend baupraktische Empfehlungen zur Verringerung der Dunkelverfärbungen. In diesem Zusammenhang wies sie auf eine Neuheit, ein spezielles Zusatzmittel der MC, hin, das während ihrer Forschungsarbeiten entwickelt worden ist und mit dem Dunkelverfärbungen vermieden werden können.

Neuentwicklung für frühfeste Betone

Dr. Florian Quentin, Leiter Entwicklung Zusatzmittel bei der MC, präsentierte in seinem Vortrag eine Neuentwicklung der MC für frühfeste Betone, die dem Beton im wahrsten Sinne des Wortes den Kick geben. MC hat mit Centrament Rapid FastKick ein neues Zusatzmittel entwickelt, das dem Beton sehr gute Verarbeitungseigenschaften gibt und hohe Frühfestigkeiten ermöglicht. Der einzigartige Wirkmechanismus beschleunigt den Erhärtungsprozess signifikant und sorgt so für stark verkürzte Ausschalzeiten insbesondere im Fertigteilwerk.

Betonfertigteile nach Maß

Ulrich Schlüsselbauer von Schlüsselbauer Technology aus Gaspoltshofen, Österreich, stellte anschließend die Perfect Forming Technology vor, die eine flexible und wirtschaftliche Massenfertigung von maßgeschneiderten schalungserhärteten Betonfertigteilen für den Tiefbau ermöglicht. Er legte sein Augenmerk auch auf die Perfect Pipe Technologie, mit der qualitativ hochwertige und belastbare Abwasserrohre aus Beton mit integriertem Liner hergestellt werden können.

Umweltfreundlicher Beton ohne Zement

Dr.-Ing. Stephan Uebachs, Geschäftsführer der Brameshuber + Uebachs Ingenieure in Aachen, widmete seinen Vortrag dem Thema Geopolymerbeton. Anstelle von Zement werden Flugasche und/oder Hüttensande als Bindemittel und Aktivatoren eingesetzt. Da kein energieintensiv hergestellter Zement verwendet wird, kann mit dem Einsatz von Geopolymerbeton der CO2-Ausstoß um bis zu 70 bis 90 Prozent reduziert werden. Er erreicht einen sehr hohen Sulfat- und Säurewiderstand. Außerdem entsteht bei der Reaktion der Bindemittel eine vergleichsweise geringe Wärmeentwicklung. Einsatzgebiete sind insbesondere massige Bauteile sowie Bauteile, die in Kontakt mit sulfathaltigem (Grund-) Wasser stehen, wie z. B. Tübbings oder Betonrohre für Abwässer.

Zuhörer eines Vortrages
Gut besucht: Rund 100 Teilnehmer aus Transportbeton-, Fertigteil- und Betonwarenindustrie sowie aus der Wissenschaft lauschten den Vorträgen.
 
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