Technik

Cat-Radlader 982M im Kieswerk

Volle Kontrolle mit zwei Joysticks

Oft steht er am Beginn einer ganzen Produktionskette im Kiesabbau: der Radlader, der den Rohstoff fördert und ständig Nachschub sicherstellt. So nimmt auch bei den Dachser Fertigbeton- und Kieswerken diese Baumaschinengattung eine Schlüsselposition ein. Weil das Vorgängergerät in die Jahre gekommen war und eine Getriebereparatur anstand, musste Ersatz her.

„Denn sonst hätten wir bis zu 35.000 Euro in die Hand nehmen müssen. Schließlich steckt in den Geräten mittlerweile viel Elektronik. Sind die 10.000 Betriebsstunden überschritten, fangen die ersten Probleme an“, so Georg Fetzer von der Geschäftsleitung. Diese wollte der Betrieb durch eine Neuinvestition in Form eines Cat Radladers 982M für den Standort Türkheim gleich umgehen. Weil der Umgang mit dem Material verschleißintensiv ist, wurde das neue Arbeitsgerät mit einer Schaufel von Resch-Ka-Tec mit Unterschraubmesser und Verschleißschutz ausgerüstet. Deren Größe von sieben Kubikmetern erforderte ein Trägergerät wie den Cat-Radlader 982M. Die Maschine muss auch ausreichend stabil sein, wenn sie damit den ganzen Tag an der rund acht bis zehn Meter hohen Wand den Rohkies löst und lädt. Ein zusätzliches Kontergewicht wurde am Heck des Laders angebracht. Freigeschaltet wurde die integrierte Waage, damit der Radladerfahrer Otto Burgmair die Schaufellast beim Beladen kontrollieren kann. Ein Display zeigt ihm die Nutzlastdaten an, um sowohl Überladung als auch Unterladung zu vermeiden. Bereits während des Füllvorgangs wird das Gewicht des Schaufelinhalts ohne Ladespielunterbrechung ermittelt. So kann der Mitarbeiter schnelle Nutzlastkorrekturen vornehmen, bevor er die Maschine vom Haufwerk zurücksetzt. Die Waage dient quasi der Kontrolle.

Okay vom Fahrer

Vor dem Kauf erhielt der Stammfahrer die Gelegenheit, selbst einmal einen Radlader von Cat Probe zu fahren. Das Wort von Otto Burgmair hat Gewicht, weil ein Fahrer wie er einen entscheidenden Beitrag leistet, ob ein Maschineneinsatz wirtschaftlich ist. So achtet er etwa auf den Zustand der Fahrwege und zieht die Fahrbahn mit der Schaufel gerade. Indem er Unebenheiten schnell beseitigt, können die Dumper mit konstanter Geschwindigkeit den Kies befördern. „Bei uns wird gegen den Willen eines Fahrers keine Baumaschine angeschafft. Denn es macht keinen Sinn, wenn er nicht mit seinem Arbeitsgerät zufrieden ist“, so Erwin Dachser, geschäftsführender Gesellschafter. Die Baumaschine erreicht im Jahr an die 2.000 Betriebsstunden und damit soll der Maschinist die nächsten Jahre arbeiten. Mit dem neuen Gerät hielt nicht nur eine neue Baumaschinenmarke bei dem Unternehmen Einzug, sondern Neuland betrat man auch in puncto Steuerung. Erstmals bewegt Otto Burgmair 36 Tonnen Stahl ohne Lenkrad nur mit zwei Joysticks. „Wichtig ist bei so einer Umstellung, Mitarbeiter abzuholen, so wie es bei Dachser gemacht wurde“, meint Uwe Fuhrmann. Als leitender Verkaufsrepräsentant bei Zeppelin kennt er die Fragen, die in diesem Zusammenhang immer wieder auftauchen. „Fahrer, die ein Lenkrad gewohnt sind, haben oftmals Vorbehalte, doch in der Regel sind diese vom Tisch, sobald sie die Joystick- Steuerung ausprobieren konnten“, erklärt Fuhrmann. So machte sich auch Burgmair schnell damit vertraut.

Radlader
Die Baumaschine muss ausreichend standsicher sein, wenn sie den ganzen Tag an der rund acht bis zehn Meter hohen Wand den Rohkies löst und lädt. // Foto: (© Zeppelin)
 
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