Mit gutem Beispiel voran

Wolfgang Pichl

Geld zu verdienen, ist keine Schande. Im Gegenteil: Es gehört zum Geschäftsleben wie das Salz in die Suppe. Jedem Unternehmen, das mit innovativen Produkten oder Dienstleistungen Gewinne erzielt, sei dies von Herzen gegönnt.

Die aktuelle Diskussion um Dieselabgase liefert uns aber Beispiele frei Haus, die aufzeigen, wo die Grenzen der Gewinnmaximierung liegen – und dass der Schutz von Umwelt und Gesundheit Vorrang haben muss.

Immer mehr Betriebe in der Steine-Erden-Industrie und deren Zulieferer haben das erkannt. Sie wissen, dass es sich lohnt, in die Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten zu investieren und mit solcherart Engagement das Unternehmensimage, das Renommee, die Produktqualität und natürlich auch den Gewinn zu optimieren. Sie haben Investition in Prävention und gesunde Arbeitsbedingungen als unverzichtbaren Teil der Wertschöpfung begriffen. Denn: Nur mit physisch und psychisch gesunden, motivierten und mündigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern lässt sich wirtschaftlicher Erfolg nachhaltig sichern. Ein Erfolg übrigens, den wir auch unserer Präventionsstrategie VISION ZERO zuschreiben, zu der sich immer mehr Betriebe bekennen.

Viele Ausrüster der Steine-Erden-Unternehmen haben ebenfalls ihre Hausaufgaben gemacht. Sie statten Anlagen mit elektronischen Steuerungen aus, die nicht nur die Betriebs-, sondern auch die Bedien- und Arbeitssicherheit erhöhen. Geschützte, ergonomische Fahrerkabinen erhalten die Gesundheit der Maschinenführer, schaffen mit Assistenzsystemen eine nahezu perfekte Rundumsicht und scannen die Umgebung permanent auf Personen und Hindernisse ab. Digitales Spreng- und Logistik-Management hilft, Produktions- und Wegeunfälle zu verhindern. Saubere Hybrid- und E-Antriebe setzen sich immer mehr durch.

Die Vorteile dieser und weiterer Technologien sind auch ohne viel High-Tech messbar: Im Kontext mit intensiver innerbetrieblicher Präventionsarbeit sinken dadurch die Unfall- und Erkrankungszahlen und auch die daraus resultierenden finanziellen Belastungen.

Natürlich lassen sich die Hersteller dieser Sicherheitssysteme das alles gut bezahlen und ihre Geschäfte laufen damit hervorragend. Aber lohnt es sich etwa nicht, im Interesse der Gesundheit und der Umwelt ein paar Hundert Euro mehr auszugeben?

Herzlichst Ihr
Wolfgang Pichl