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Techniktrends auf der Stone+tec 2018

Vereinfachte Bedienung und innerbetriebliche Vernetzung

Technische Innovationen zur Steinbearbeitung sind neben Materialien und Zubehör ein zentraler Angebotsbereich auf der Stone+tec 2018 vom 13. bis 16. Juni in Nürnberg. Steinwerke und Steinmetzbetriebe finden hier ihr Rüstzeug für die Zukunft – von mechanischen Helferlein bis hin zu Großmaschinen.

Bei J. König in Karlsruhe erachtet man als Mindestausstattung für einen Handwerksbetrieb eine Brückensäge, eine Kantenschleifmaschine und ein CNC-gesteuertes Bearbeitungszentrum. Darüber hinaus empfiehlt René Houdelet, Bereichsleiter Vertrieb Großmaschinen, eine leistungsfähige Wasser- und Druckluftversorgung; ebenso gewinnen Handlingsysteme zur Bestückung der Maschinen an Bedeutung. Immer mehr Anwender erweitern ihre Produktionstechnik überdies um eine 5-Achs-Wasserstrahlanlage. Als Grund dafür sieht Houdelet die immer größere Vielfalt von Materialien wie Engineered Stone, vor allem aber keramischer Werkstoffe.

Umgang mit CNC-Maschinen vereinfachen

Vereinfachungen in der Anwendung stehen bei den von Weha aus Königsbrunn vertretenen Firmen Intermac und Donatoni auf der Agenda. Im Fokus steht die Vereinheitlichung der Bedienkonzepte der CNC-Anlagen: Anwender von Donatoni-Drehkopfsägen sollen sich dadurch leichter in die Bedienung von Intermac-Bearbeitungszentren einarbeiten können und umgekehrt, erklärt der bei Weha für den Vertrieb Großmaschinen zuständige Oliver Braun. Auch bei mittleren Betrieben sieht Braun integrierte Linien mit vollautomatisierten Sägeanlagen mit Wechseltischen und Manipulatoren zum automatischen Beladen und Entladen der Werkstücke auf dem Vormarsch. Was bis vor kurzem Standard bei Industriebetrieben war, wird sich Braun zufolge auch bei mittelgroßen Steinverarbeitern durchsetzen, das zeigten Kundenanfragen.

Vakuumsauger automatisch positionieren

Bei dem zur Dr. Baumann Unternehmensgruppe gehörenden Maschinenhersteller Burkhardt-Löffler mit Niederlassungen in Bayreuth und Langenaltheim steht die Optimierung von Arbeitsabläufen ganz oben auf der Wunschliste der Kunden. „Automatisierung ist in der industriellen, aber auch in der handwerklichen Steinverarbeitung der große Trend“, erklärt Geschäftsführer Steffen Langhans. Manipulatoren und Transportbänder vernetzen die einzelnen Stationen untereinander. Für den rationellen Zuschnitt des Rohmaterials sorgen Maschinen wie die Drehkopfsäge CSA 598. Die fünfachsige Anlage lässt sich mit einem Autoloader der Rohplatten, einem Sägebandtisch, einem Manipulator zum automatischen Abnehmen der gesägten Werkstücke sowie einem Wasserstrahlaggregat am Sägekopf für die Küchenproduktion erweitern. Die Weiterbearbeitung der Sägestücke erfolgt auf CNC-Bearbeitungszentren wie der Drehtischanlage 595 D. Für diese Anlage realisiert der Maschinenbauer in der ersten Hälfte 2018 die automatische Positionierung der Vakuumsauger. Dadurch erwartet der Geschäftsführer eine Reduktion der Rüstzeiten auf bis zu 50 Prozent der bisherigen Zeit. In Verbindung mit dem Zeitvorteil sorgt die Automatisierung für eine Entlastung der Mitarbeiter beim anstrengenden und gefährlichen Handling der empfindlichen und immer großformatigeren Rohplatten.

Vakuumsauger
// Foto: © NürnbergMesse
 
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