Technik

Neues Verbindungsmittel von SpanSet

Fallhöhe neu definiert

SpanSet stellt das DSL2 vor, ein neu konzipiertes Verbindungsmittel, das die Vorteile von Höhensicherungsgeräten und Verbindungsmitteln mit Bandfalldämpfer miteinander kombiniert. Es passt seine Länge nicht nur der jeweiligen Arbeitssituation flexibel an, sondern es verkürzt sich auch blitzschnell bei einem Sturz und fängt den Fallenden schnell und effektiv ab.

Bei der Auswahl von Verbindungsmitteln für Sturz-Auffangsysteme entscheiden sich die meisten Anwender für die 2-Meter-Version, um maximale Bewegungsfreiheit beim Arbeiten zu haben. Neben der Gefahr, sich in der überschüssigen Länge zu verhaken, nehmen sie dabei auch eine längere Fallstrecke in Kauf. Je länger die Fallstrecke aber ist, umso höher wird die Fallgeschwindigkeit und umso schwieriger wird es, den Sturz kontrolliert abzubremsen. Damit steigt auch die Gefahr, mit Gegenständen zu kollidieren oder auf dem Boden aufzukommen. Entscheidend ist also, wie schnell die Ausrüstung bei einem Sturz reagiert, um die Folgen für den Gestürzten so gering wie möglich zu halten.

Ein Mann arbeitet auf einem Gerüst, er ist mit einem Gurt gesichert
Das DSL2 kombiniert die Vorteile von Höhensicherungsgeräten und Verbindungsmitteln mit Bandfalldämpfer.

Flexibel wie ein Autogurt

Genau hier setzt das Verbindungsmittel DSL (Dynamic Self-retracting Lanyard) an: Es lässt sich in voller Länge ausgezogen anschlagen, passt die Länge aber dann dennoch wie ein Autosicherheitsgurt der jeweiligen Arbeitssituation flexibel an. Das überschüssige Gurtband wird eingezogen und bei Bedarf wieder frei gegeben. Dieses Prinzip reduziert die Gefahr des Verhakens und bietet dem Arbeiter gleichzeitig größtmögliche Bewegungsfreiheit. Das neue DSL2 geht noch einen Schritt weiter. Bei einem Sturz zieht sich das Gurtband blitzschnell ein. Es verkürzt sich sofort und reduziert dadurch die Fallhöhe deutlich. Das Abbremsen des Sturzes wird frühzeitig ausgelöst. Der Vorteil ist signifikant: Im Test hat das DSL2 einen fallenden Gegenstand bereits komplett abgebremst, bevor ein konventionelles Verbindungsmittel auch nur gestrafft ist. Dadurch bleibt die Belastung für den Anwender auf einem sicheren und akzeptablen Level. Er ist bei Stürzen aus der Höhe zum einen gegen Verletzungen durch Kontakt mit Gegenständen geschützt und zum anderen vor den durch den Absturz verursachten Folgen wie Quetschungen, Prellungen oder anderen Verletzungen.

Größerer Arbeitsradius

Das DSL2 ist ideal für das Arbeiten an Orten mit geringer Fallhöhe und ohne Möglichkeit einer Über-Kopf-Befestigung. Es rollt sein Gurtband ein wie ein Höhensicherungsgerät, kann aber wie jedes Verbindungsmittel nicht nur über Kopf, sondern auch im Fußbereich befestigt werden. Der Falldämpfer kann mit seinen integrierten Klettbändern problemlos auf der Rückseite des Auffanggurtes befestigt werden. Er ist nicht innerhalb des eigentlichen Stranges positioniert, sondern seitlich ausgelegt. Dadurch wird ein größerer Arbeitsradius als bei normalen Verbindungsmitteln mit Bandfalldämpfer erreicht. Das DSL2 wurde nach EN 355 und EN 360 getestet und ist auch für Anwender bis 140 kg Körpergewicht geeignet. Es übertrifft die Anforderungen der EN 355 um 50 % und schützt Anwender effektiv, auch in schwieriger Arbeitsumgebung. DSL2 wird als ein-strangiges und als Y-Verbindungsmittel angeboten.

Falldämpfer
Der Falldämpfer ist seitlich ausgelegt. Dadurch vergrößert sich der Bewegungsradius des Arbeiters.
 
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