Industrienachrichten

INQA-Verbundprojekt „Fachkräftezentren Handwerk“ erfolgreich gestartet

Dem Fachkräftemangel begegnen

Mit dem Kick-Off am 7. Februar 2018 in Garbsen bei Hannover ist das INQA-Verbundprojekt „Fachkräftezentren Handwerk“ gestartet. Zwei bayerische und zwei niedersächsische Handwerkskammern werden im INQA-Verbundprojekt zusammenarbeiten, um die Handwerksbetriebe im Bundesgebiet bei der Lösung der Fachkräfteproblematik wirkungsvoll zu unterstützen.

Unterstützt und begleitet werden sie vom Institut für Technik der Betriebsführung im Handwerk. Die Handwerkskammer Hannover Projekt- und Servicegesellschaft übernimmt die Rolle des überregional agierenden Verbundkoordinators. In den nächsten drei Jahren wollen die Handwerkskammern München und Oberbayern, Braunschweig-Lüneburg-Stade, Hannover sowie Niederbayern-Oberpfalz zusammenarbeiten.

„Die Not ist groß; das Fachkräftethema ist eins der wichtigsten Themen für die Zukunft“, sagte Jans-Paul Ernsting, der scheidende Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Hannover. Der Mangel an qualifizierten Fachkräften liegt wie ein Schatten über dem boomenden Handwerk. „Dies führt zu Problemen, die letztlich irgendwann beim Verbraucher durchschlagen“, sagte Ernsting bei der Vorstellung der Kooperation. Spätestens wenn der Handwerker nicht mehr zeitnah kommen kann, werde das Problem auch dort spürbar.

Unterstützung bei der Personalarbeit

Bei der 2018 aufgenommenen Kooperation wollen die Kammern Handwerksbetriebe bei ihrer Personalarbeit unterstützen. In jeder der Kammern gibt es dafür ein sogenanntes Fachkräftezentrum. Die bundesweit flächenmäßig größte Kammer in Braunschweig wird sich künftig der Gewinnung von weiblichen Fachkräften fürs Handwerk widmen, jene in Hannover der Personalführung, während sich die in München der Gesundheit im Handwerk verschrieben hat. „Der Schwerpunkt liegt bei uns in München in der Fortbildung der Betriebsberater“, sagte Projektleiterin Eva Beck. Bei der Regensburger Kammer für Niederbayern-Oberpfalz stehen grenzüberschreitendes Arbeiten und die Anwerbung von Fachkräften im Fokus.

Erstes Arbeitstreffen

Schon zeitig vor dem Kick-off hatten sich alle Projektbeteiligten auf die gemeinsame Arbeit für die Projektdauer eingeschworen. Nun fand mit dem Start und der Teilnahme der Vertreter des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin und der Gesellschaft für soziale Unternehmensberatung auch ein erstes persönliches Treffen mit allen operativ beteiligten Personen statt, was die zukünftige Zusammenarbeit erleichtern wird. Im Rahmen des Verbundprojektes, insbesondere der einzelnen Fachkräftezentren, gibt es eine Reihe von Unterstützern und interessierten Parteien, die ebenfalls eingeladen waren. An den gelungenen Kick-off schloss sich das erste Arbeitstreffen des Projektteams an, um grundsätzliche Fragen der Zusammenarbeit, der Kommunikationsstruktur und die nächsten Arbeitsschritte zu vereinbaren.

Gruppenfoto
Hand in Hand fürs Handwerk: Projektbeteiligte, Verbundpartner, fachliche und administrative Betreuer der BAuA, des BMAS und der Gesellschaft für soziale Unternehmensberatung (gsub).
 
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