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[Die Industrie der Steine + Erden]


Hydraulikfräsen bei Orenstein & Koppel

Die O&K Orenstein & Koppel AG übernimmt den europaweiten Vertrieb von Hydraulikfräsen der Firma AC-Eickhoff, Bochum. Die Fräsen sind ab sofort über alle O&K-Niederlassungen, -Tochtergesellschaften, -Händler und den Ersatzteildienst zu beziehen.

Hydraulikfräsen erweitern die Einsatzmöglichkeiten von Baggern erheblich. Tunnel-, Kanal- und Straßenbau sowie Abriß sind typische Einsatzfelder. 80% aller Böden in Deutschland sind fräsbar. Außerdem sind Fräsen überall dort zu bevorzugen, wo es um erschütterungsfreies oder geräuscharmes Arbeiten geht. Da die Geräte von AC-Eickhoff in nur fünf Minuten gegen die Baggerschaufel ausgetauscht werden können, lassen sie sich flexibel einsetzen.

Die von O&K vertriebenen Fräsen der ETH-Serie sind einfach und kompakt gebaut, bis auf Ölwechsel völlig wartungsfrei und für Hydraulikbagger jeden Fabrikats geeignet. Die Fräsen bestehen im wesentlichen aus einem Eickhoff-Kegel-Planetengetriebe und einem mit Rundschaftmeißeln bestückten Querschneidkopfpaar. Der Antrieb erfolgt durch einen Hydraulikmotor über die Baggerhydraulik.

[Hydraulikfräse ETH200 am O&K RH 20]

Im Angebot sind drei verschiedene Größen, die auf der Baggerseite ein Mindestdienstgewicht von 24, 30 oder 60t erfordern. Die Modelle ETH30, ETH50 und ETH200 erlauben eine genaue Anpassung an die jeweiligen Aufgaben. So können mit dem 100kW starken ETH30 bereits Fugen und Gräben ab 0,7 m Breite gefräst werden. Durch eine 90°-Drehung am Adapter zwischen Fräse und Bagger kann aber auch die volle Schneidkopfbreite von 1,5 m in Anspruch genommen werden. Dieses Maß beträgt bei der 150kW starken ETH50 1,8 m, bei der ETH200 mit 270kW Leistung sind es 2,15 m. Trotz des im Vergleich mit Hydraulikmeißeln höheren Anschaffungspreises amortisiert sich die Investition in eine Hydraulikfräse schnell. Durch die hohe Produktivität werden die Folgekosten niedrig gehalten: Beim Rohrkanalbau entsteht durch das maßgenaue Arbeiten weniger Aushub, der nicht abtransportiert werden muß. Der Rest kann direkt wieder als Verfüllmaterial verwendet werden, weil durch den Einsatz der Fräse keine Aufbereitung des Aushubs notwendig wird.

Die Hydraulikfräse ist eine relativ junge Anwendung, deren Nutzen am Markt nun erkannt wird. Nach den ersten Erfahrungen gilt sie als hervorragende Ergänzung auf dem Gebiet der Anbaugeräte und hat ihre Stärke vor allem dort, wo der Hydraulikmeißel aufgrund äußerer Gegebenheiten nur eingeschränkt zur Anwendung kommen kann.





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