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Neustrukturierung der Verwaltung in Berlin und Dresden

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands am 3. Oktober 1990 hat sich die Steinbruchs-BG auch auf das Gebiet der fünf neuen Bundesländer erstreckt. Zu den rd. 150.000 Versicherten in den alten Bundesländern kamen ca. 75.000 Versicherte aus dem Bereich der ehemaligen DDR hinzu.

Dieses um 50 % erhöhte Geschäftsvolumen hätte von den in Westdeutschland bereits vorhandenen Sektionen nicht ohne weiteres bewältigt werden können. Zudem war wünschenswert, die neu aufgenommenen Mitglieds-unternehmen und deren Beschäftigte durch eine oder mehrere Verwaltungsstellen mit Sitz in den neuen Bundesländern zu betreuen. Nicht zuletzt im Hinblick auf die zunächst schwierigen Rahmenbedingungen im Bereich der neuen Bundesländer erschien es damals notwendig, die Verwaltung um zwei weitere Standorte zu erweitern. Es wurden daher zwei neue Sektionen eingerichtet, und zwar mit Sitz in Berlin und Dresden.

Die Sektion V in Berlin zuständig für Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern ist von Beginn an bis heute zur Miete im Gebäude "Rhinstraße 48" in Berlin-Marzahn untergebracht. Die Sektion VI zuständig für Sachsen und Thüringen hatte ihr Domizil zunächst für mehrere Jahre im Gebäude "Forststraße 12/16" in Dresden-Neustadt; nach einer Interimsphase der Unterbringung unter der Adresse "Glashütter Straße 55" konnte die Sektion VI dann im Herbst 1996 in den von der Steinbruchs-BG errichteten Neubau "Ludwig-Hartmann-Straße 40" in Dresden-Striesen einziehen.

Spätestens zu dem Zeitpunkt, als sich wegen des drohenden Ablaufs des Mietvertrages die Frage stellte, ob auch in Berlin neu gebaut werden sollte, mußte eine grundlegende Prüfung erfolgen, inwieweit ein unverändertes Festhalten an den beiden nach der Wiedervereinigung eingerichteten Verwaltungsstellen gerechtfertigt war. Die Bestandsaufnahme ergab zum einen, daß die Sektionen V und VI nach ihrem Geschäftsvolumen jeweils kleiner als die in den alten Bundesländern bestehenden Sektionen I bis IV waren. Zum anderen war die Gesamtzahl der Versicherten der Steinbruchs-BG zwar von 225.038 im Jahr 1991 bis zum Jahr 1994 noch auf 230.658 weiter angestiegen, für die Zeit danach mußte aber ein kontinuierliches Absinken festgestellt werden, so für das Jahr 1996 auf 213.906. Dabei war ein Fortgang dieser Entwicklung zu erwarten. (Die inzwischen vorliegende Zahl für 1997, nämlich 203.161, bestätigt die seinerzeitige Annahme). Schließlich war auch die Zahl der meldepflichtigen Arbeits- und Wegeunfälle der Steinbruchs-BG von 18.130 im Jahr 1994 auf 15.949 im Jahr 1996 gesunken.

Ausgehend von den Erwägungen der Hauptverwaltung, die Struktur der Sektionsverwaltungen zu über-denken, hatte der Vorstand der Steinbruchs-BG in seiner Sitzung am 11. April 1997 zunächst dahingehend entschieden, von der Errichtung eines Neubaus in Berlin vorerst abzusehen. In der Sitzung am 19. November 1997 wurde dann vom Vorstand nach eingehender Diskussion personeller und verwaltungswirtschaftlicher Aspekte folgendes beschlossen:

Damit bleibt gewährleistet, daß bei denjenigen Beschäftigten, welche für Versicherte und Unternehmen vor Ort beratend tätig werden, nicht durch längere Anfahrtswege eine Erschwernis in der wirksamen Erbringung ihrer Leistungen entsteht. Dies gilt einerseits im Geschäftsbereich Prävention für die Technischen Aufsichtsbeamten, eine Arbeitsmedizinerin und einen Sicherheitsingenieur sowie andererseits für den Berufshelfer. Unterstützend werden in Berlin noch einige wenige Mitarbeiter für Telefondienst, Schreibarbeiten, Registratur etc. tätig sein (Anlaufstelle). Der "lnnendienst" für das Gebiet der neuen Bundesländer wird dagegen künftig komplett in Dresden geleistet.

Die Änderung der Verwaltungsstruktur wird zum 1. Juli 1998 erfolgen. Dies hat den Vorteil, daß relativ kurzfristig "klare Verhältnisse" hinsichtlich aller auftretenden Fragen geschaffen werden und die mit der Neustrukturierung verbundenen Einsparungen bei persönlichen und sächlichen Verwaltungskosten entsprechend frühzeitig eintreten können.

Von derzeit 33 in Berlin für die Steinbruchs-BG tätigen Mitarbeiter werden vom 1. Juli 1998 an 19 Personen dort nicht mehr beschäftigt sein. Davon scheiden neun Personen endgültig aus den Diensten der Steinbruchs-BG aus; vier weitere konnten an eine Berufsgenossenschaft bzw. berufsgenossenschaftliche Einrichtung vermittelt werden. Sechs Mitarbeiter werden Anfang Juli ihre Arbeit in Dresden bei der Sektion VI aufnehmen. Die übrigen vier Beschäftigten können bei der Hauptverwaltung bzw. anderen Sektionen eingesetzt werden, um dort infolge Personalfluktuation entstandenen Bedarf zu decken.

Die künftige "Geschäftsstelle Berlin" verbleibt im Gebäude "Rhinstraße 48", dem bisherigen Standort der Sektion V. Ein Umzug der Verwaltung innerhalb Berlins wird somit nicht vorgenommen; auch bleiben Adresse und Telefonnummer unverändert. Die Unterbringung erfolgt weiterhin zur Miete, wobei jedoch nur noch die Hälfte der bisherigen Bürofläche unter Vertrag stehen wird. Das Geschäftsgebäude ist vom Eigentümer zwischenzeitlich renoviert worden und hat im Äußeren gewonnen.

Die in Dresden neu hinzukommenden Mitarbeiter werden im Gebäude der Steinbruchs-BG in Dresden "Ludwig-Hartmann-Straße 40" untergebracht. Auch nach Wegfall der Sektion V bleibt die Bezeichnung "Sektion VI" für die Verwaltungsstelle in Dresden unverändert bestehen. Die Sektion VI wird ab dem 1. Juli 1998 bis auf weiteres die vom Geschäftsvolumen her größte Sektionsverwaltung der Steinbruchs-BG sein.



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