Wille zur „Guten Nachbarschaft“ besiegelt

Wie angekündigt, fiel am 16. Juni 2007 im Rahmen des Familienfestes mit der Eröffnung des Gesundheitszentrums der DSK Anthrazit Ibbenbüren GmbH der offizielle Startschuss zum Jahr der Gesundheit und des Projektes „Gute Nachbarschaft“.

Logo Gute Nachbarschaft

In Anwesenheit von Belegschaftsmitgliedern der beteiligten Firmen und Vertretern der Bergbaugemeinden unterzeichneten die Geschäftsführer der Unternehmen die Absichtserklärung. Dabei betonten sie den gegenseitigen Nutzen. So äußerte Wilhelm Baumgärtel, Sprecher der Geschäftsführung der DSK Anthrazit Ibbenbüren GmbH: „Unser Unternehmen eignet sich ideal für ein solches Projekt. Wir liegen als größeres Unternehmen in mitten mehrerer Steinbruchsunternehmen. Aufgrund der Historie hier am Orte existieren bereits viele persönliche Kontakte“. Weiter sagte er, dass die wichtigste Arbeit der Berufsgenossenschaften die Unfallprävention sei. Da läge es auf der Hand, hier in Ibbenbüren unter Nutzung der guten persönlichen Kontakte das Projekt „Gute Nachbarschaft“ zu starten.

Claus Umbreit von der Firma HKC, Hollweg, Kümpers & Comp., bedankte sich im Namen der Klein- und Mittelunternehmen für die Einladung zur „Guten Nachbarschaft“ und unterstrich die Sinnhaftigkeit des Vorhabens. Eigentlich sei eine solche Zusammenarbeit doch bei der räumlichen Nähe und den bereits bestehenden Kontakten nur logisch. Umbreit machte deutlich, dass auch und gerade das Thema Gesundheit, das die DSK Anthrazit Ibbenbüren GmbH in diesem Jahr aufgreift, für die Klein- und Mittelunternehmen von besonderer Bedeutung sei. Er persönlich sei schon sehr gespannt auf das Monatsthema „Das Kreuz mit dem Kreuz“ im August. Dies wurde von Ludwig Menger von der Firma Westermann noch einmal unterstrichen.

Während der etwas langwierigen Unterzeichnung, schließlich mussten von jedem Geschäftsführer sechs Absichtserklärungen unterzeichnet werden, hatte der „Vater“ der Initiative, Helmut Ehnes, Leiter des Gemeinsamen Geschäftsbereichs Prävention von Bergbau- und Steinbruchs-Berufsgenossenschaft, Gelegenheit, seine Idee ausführlich zu erläutern. Ehnes wies die alleinige „Vaterschaft“ zurück und verwies auf bestehende Projekte in Skandinavien, die ihm so beispielhaft erschienen, dass er deren Übertragung auf deutsche Verhältnisse zu seiner Idee machte. Er verwies darauf, dass es bei derartigen Projekten nur Gewinner gäbe, sowohl die Klein- und Mittelunternehmen als auch die DSK Anthrazit Ibbenbüren GmbH und die beteiligten Berufsgenossenschaften würden davon profitieren, wenn man „Nähe“ nutzt. Ehnes sagte, das Projekt stehe auf so breiter Basis, dass es vom Tagesgeschäft bis hin zu Großereignissen, wie dem heutigen Tag der Gesundheit, reiche. So etwas müsse einfach funktionieren. Er sicherte eine weitere Unterstützung zu und äußerte die Hoffnung, dass das Projekt schnell bekannt wird und viele Nachahmer findet. Bekanntwerden soll das Projekt u.a. durch einen Vortrag auf der A + A 2007, der weltgrößten Fachmesse für Sicherheit und Gesundheit.

Der Stand der „Guten Nachbarschaft“ war auch nach dem formalen Akt gut besucht, wozu sicherlich auch das dort aufgestellte Glücksrad beitrug. Hier lief auf zwei Bildschirmen eine Präsentation, in der sich die beteiligten Betriebe vorstellten und auch, wenn man schon vorher gut nachbarschaftlich miteinander verkehrte, man staunte über das Leistungsspektrum der „kleinen“, das von der Sandsteingewinnung bis zum Deponiebetrieb reicht. Besonderer Anziehungspunkt war auch die „Sandsteinecke“, wo ein Steinmetzauszubildender der Firma Schwabe, Naturstein GmbH, aus Ibbenbürener Sandstein eine Vogeltränke herstellte.

Was den Mitarbeitern und Familien der „Guten Nachbarn“ an diesem Nachmittag, denen selbst ein Gewitterschauer nichts verderben konnte, zum Thema Gesundheit und Information und Mitmachaktionen noch geboten wurde, war beeindruckend und wurde rege genutzt.

Im Gesundheitszentrum bestand die Möglichkeit, die arbeitsmedizinischen Räumlichkeiten zu besichtigen und dabei kostenlos Lungenfunktion, Gehör und Sehvermögen testen zu lassen. Die Heilgehilfen machten mit der Handhabung eines halbautomatischen „Jedermann-Defibrillators bekannt und zeigten ihre Verbandstube. Im Obergeschoss stellten Mitarbeiter des RAG Instituts für Arbeitswissenschaften, die den Gesundheitsbereich für die DSK Anthrazit Ibbenbüren GmbH betreuen, ihr Leistungsspektrum vor. Dort konnte man die Maximal-kraft der Bauch- und Rückenmuskulatur testen lassen, seine Sinne erfahren, sein Gleichgewichtsorgan testen und vieles mehr.

Auch auf der Aktionsfläche stand alles im Zeichen des Themas „Gesundheit und vor allem Bewegung“. Von der Fahrradjonglage bis zum Squaredance reichten die Angebote von Gruppen aus der Region.

Im Umfeld stellte die Knappschaft Bahn/See ihr Angebot vor, die Landfrauen boten gesunde Getränke und Ernährung an, eine Ernährungsberatung konnte aufgesucht werden und bei einem Mettinger Sportgeschäft konnte man das Laufgefühl eines Massai nachempfinden. Es ist so gewöhnungsbedürftig, dass man sicher das Wochenende, das das Sportgeschäft einem die Schuhe zum Probetragen überlässt, braucht, um damit klarzukommen. Aber wenn’s hilft?

… und Gewinner, wenn sich nicht alle Besucher so fühlten, gab es auch. Beim Gesundheitspreisausschreiben wurden 12 Hauptgewinne verlost. Zwei Gewinne gingen auch an die „Guten Nachbarn“.

Alles in allem – ein toller Nachmittag, an dem deutlich gemacht wurde, dass, auch wenn Gesundheit ein doch sehr privates Thema ist, ein gesamtgesellschaftliches Interesse an der Erhaltung der Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter besteht.

Fitte, gesunde und zufriedene Mitarbeiter sind Voraussetzung für erfolgreiche und sichere Arbeit im Unternehmen.Der Betrieb, die DSK Anthrazit Ibbenbüren GmbH und die mit ihr in guter Nachbarschaft verbundenen Kleinbetriebe, machen ihren Mitarbeitern mit Unterstützung der Berufsgenossenschaften, der Kranken- und Rentenversicherer, gezielte Angebote auf dem Weg zu mehr Gesundheit, die, wie wir wissen, mehr ist als nur nicht krank sein, zum beiderseitigen Nutzen. Hier ist jeder ein Gewinner.

Menschen sind der wahre Reichtum unserer Unternehmen, das machten die „Guten Nachbarn“ mehr als deutlich.

Hans-Georg Beyer, BBG

Die „Guten Nachbarn“ mit den gerahmten Absichtserklärungen: (von li.) Thorsten Schwabe, Natursteinbetrieb Friedhelm Schwabe GmbH, Claus Umbreit, Fa. Hollweg, Kümpers & Comp.KG, Ludwig Menger, Fa. Westermann GmbH & Co. KG, Wilhelm Baumgärtel, DSK Anthrazit Ibbenbüren GmbH, Michael Woitzel, Natursteinbetrieb Egon und Günther Woitzel GmbH & Co. KG, und Uwe Woitzel, Fa. Manfred Woitzel GmbH
Die „Guten Nachbarn“ mit den gerahmten Absichtserklärungen: (von li.) Thorsten Schwabe, Natursteinbetrieb Friedhelm Schwabe GmbH, Claus Umbreit, Fa. Hollweg, Kümpers & Comp.KG, Ludwig Menger, Fa. Westermann GmbH & Co. KG, Wilhelm Baumgärtel, DSK Anthrazit Ibbenbüren GmbH, Michael Woitzel, Natursteinbetrieb Egon und Günther Woitzel GmbH & Co. KG, und Uwe Woitzel, Fa. Manfred Woitzel GmbH
Volles Haus in den Räumlichkeiten des Gesundheitszentrums
Volles Haus in den Räumlichkeiten des Gesundheitszentrums
Helmut Ehnes (li.) im Interview während der Unterzeichnung der Erklärung durch Claus Umbreit (ganz re. sitzend)
Helmut Ehnes (li.) im Interview während der Unterzeichnung der Erklärung durch Claus Umbreit (ganz re. sitzend)