Leserbrief

zum Beitrag „Gehörschäden sind nicht heilbar“, die Industrie der Steine und Erden; Heft 3/2008

„... Mein besonderes Interesse weckte allerdings der Beitrag „Gehörschäden sind nicht heilbar“. Wahrscheinlich liegt das daran, dass ich hierbei auch selbst betroffen bin.

Grundsätzlich ist es richtig, das Gehör in allen Lebensbereichen gegen Lärm zu schützen. Nur damit wird es möglich, die robusten Hörzellen vor einer Überbeanspruchung zu bewahren. Die heutigen Kenntnisse über Gehörschäden und die inzwischen entwickelten Einrichtungen zur Verringerung derartiger Belastungen helfen denjenigen, die in früheren Jahren einer intensiven Lärmbeanspruchung ausgesetzt waren, allerdings nichts. Aber auch diejenigen, welche bereits jetzt eine deutliche Schädigung des Gehörs erfahren haben, haben keine Aussicht auf Besserung.

Bei den Bemühungen zur Verbesserung meiner eigenen Situation bin ich auf die Laser-Therapie von Dr. Wilden gestoßen. Dieser vertritt die Ansicht, dass viele der geschädigten Hörzellen eines Ohres nicht schlagartig „absterben“, sondern lediglich geschädigt sind und durch Zufuhr von Energie (Laserlicht) reaktiviert werden können. Nach einer intensiven Bestrahlung meiner Ohren wurde der Hörverlust im Bereich der Sprachfreqenzen um durchschnittlich 10 dB verringert. Von besonderer Bedeutung war jedoch, dass der Tinnitus im rechten Ohr vollständig verschwand und im linken auf ein erträgliches Maß gesenkt wurde.

Nach meiner Auffassung müßte intensiv untersucht werden, ob die Behandlung mit Laserstrahlen von nur gering geschädigten Hörzellen eine vollständige Regeneration dieser Zellen bewirkt. Falls dieses Ziel erreicht würde, könnte damit das Eintreten einer Berufskrankheit für eine Vielzahl von Beschäftigten vermieden werden. Vielleicht kann und wird die Bundesanstalt für Arbeit und Arbeitsmedizin eine repräsentative Untersuchung finanzieren, nachdem der Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften diese nicht durchführen wird.“

Dipl.-lng. Heinz Wibbelhoff