A + A 2009: Passgenaue orthopädische Lösungen für Schutzschuhe

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Seit gut zwei Jahren stellt die BG-Regel 191 (BG = Berufsgenossenschaft) neue Anforderungen an orthopädische Zurichtungen von Fußschutz. Die Hersteller haben daraufhin Konzepte entwickelt, die diesen Regeln gerecht werden. Schließlich steigt die Zahl derjenigen, die zugerichtetes Schuhwerk benötigen, kontinuierlich.

Ihre passgenauen Lösungen für ein hohes Maß an Sicherheit bei gleichzeitig gutem Tragekomfort präsentiert die Industrie im Rahmen der A+A 2009 in Düsseldorf, der mit mehr als 1.000 Ausstellern international führenden Fachmesse mit Kongress für Persönlichen Schutz, betriebliche Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (3. bis 6. November).

Bis vor zwei Jahren konnten Sicherheitsschuhträger private Einlagen und Zurichtungen nutzen. Bei orthopädischen Anpassungen am Schuh war es üblich, die Sohle auf- oder abzuschneiden oder abzuschleifen, die Zurichtung anzubringen und die Sohle wieder aufzukleben. Sowohl durch private Einlagen als auch durch Schuhveränderungen erlosch die Baumusterprüfung. Die Antistatik und der Zehenschutz waren meist nicht mehr gewährleistet. Dadurch kam es immer wieder zu Unfällen, deren Haftungsfragen schwierig zu klären waren. Meist wurden die Orthopädieschuhmacher belangt.

„Bereits seit 1996 wurde die PSA-Benutzungsverordnung (PSA-BV) in deutsches Recht umgewandelt“, erklärt Dirk Breitenberger, Vertriebsbereichsleiter und Projektleiter von Uvex Safety im neu geschaffenen Geschäftsbereich „Medicare“. „Hierin ist festgelegt, dass der Arbeitgeber nur persönliche Schutzausrüstungen auswählen und bereitstellen darf, die den Anforderungen über das Inverkehrbringen von PSA entsprechen, also ein CE-Kennzeichen tragen und baumustergeprüft sind.“ Doch lange Zeit haben die Berufsgenossenschaften nach Absprache mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales eine Ausnahmeregelung bei orthopädischen Zurichtungen von Sicherheitsschuhen geduldet.

Klare Regeln für Einlagen und orthopädische Zurichtungen

Diese Ausnahmeregelung wurde ersatzlos gestrichen und die neue BG-Regel 191 etabliert. Jede orthopädische Zurichtung für Fußschutz bedarf nun einer Baumusterprüfung und muss der Norm EN ISO 20345 entsprechen. Erst dann bekommt der zugerichtete Schuh das notwendige CE-Kennzeichen.

Hersteller von Sicherheitsschuhen wie Abeba, Uvex, Steitz Secura, Bata, oder Elten bieten mittlerweile eine große Vielfalt an Modellen; ein Rundgang durch die Hallen der A+A 2009 wird dies im November eindrucksvoll bestätigen. Die Palette reicht von Sicherheitssandalen über Sicherheitshalbschuhe bis hin zu Stiefeln.

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