Wolfgang Pichl

(K)ein Sommermärchen!

Wer hätte das gedacht? Die deutsche Nationalmannschaft verzaubert bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika die Welt mit einer Leichtigkeit und Effizienz, wie man das sonst nur von südamerikanischen Mannschaften gewohnt ist. Und das, obwohl die erfahrene Leitfigur, der „Capitano“, fehlt. Mutig hat der Bundestrainer jungen und vermeintlich unerfahrenen Spielern eine Chance gegeben und eine neue Führungsstruktur aufgebaut. Und alle haben sie die Chance genutzt, waren hoch motiviert, topfit und haben sich ins Zeug gelegt. Die Nationalmannschaft mit ihrem Trainer steht als gutes Beispiel dafür, wie durch Mut, gepaart mit Engagement, dem Vertrauen in die eigene Stärke und einem gehörigen Schuss Spielwitz, Leistung und Erfolge erbracht werden, die zuvor nur wenige diesem Team zugetraut hätten. Dabei war der Erfolg kein Zufall, sondern Ergebnis konsequenter Arbeit.

Zwischenzeitliche Niederlagen wurden als Chance begriffen, sich weiter zu entwickeln, Erfahrungen zu sammeln und damit Voraussetzungen zu schaffen, beim nächsten Mal noch besser zu sein und ganz oben zu stehen.

Warum schreibe ich Ihnen das? Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz im Unternehmen sind wie Fußball: Teamarbeit. Erfolgreich ist man nur dann, wenn man starke Trainer (Sicherheitsfachkräfte, Betriebsärzte, Sicherheitsbeauftragte) und eine motivierte Führung (Unternehmer, Führungskräfte) hat. Letztgenannte analysieren gemeinsam mit den Trainern die Situation, entwickeln Visionen und Strategien, und geben schließlich ein Ziel vor, das erreicht werden soll. Darauf werden alle Mannschaftsmitglieder (Mitarbeiter, Betriebsräte) eingeschworen und ziehen dann gemeinsam an einem Strang. Ist eigentlich ganz einfach! Und doch ist es im Betrieb wie beim Fußball: Vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt. Man muss Zeit und Kraft investieren, um die anvisierten Ziele zu erreichen, und sich dabei auch nicht durch Misserfolge vom richtigen Kurs abbringen lassen.

Das Erreichen von Zielen auf dem Gebiet der betrieblichen Gesunderhaltung stellt für alle Akteure eine besondere Herausforderung dar. Geht es doch darum, Verhalten in einem sehr persönlichen Bereich zu beeinflussen. Bevor sich Unternehmer und Führungskräfte dieses anspruchsvollen Themas annehmen, sollten sie die „Gesundheitswertigkeit“ ihres eigenen Verhaltens überprüfen. Was dabei zu beachten ist und welche Initiativen zu ergreifen sind, darüber informiert Sie unser Beitrag „Führung und Gesundheit – so bleiben Chefs und Mitarbeiter gesund“. Die darin beschriebenen Prinzipien sind sicherlich kein Sommermärchen.

Zum Schluss noch ein Hinweis in eigener Sache. Aus dem amtlichen Mitteilungsblatt der ehemaligen Steinbruchs-Berufsgenossenschaft ist ein modernes Fachmagazin für Technik, Arbeitssicherheit und Unternehmensführung geworden. Die Steine + Erden wird schwerpunktmäßig die oben genannten Themen aus dem Blickwinkel der Branche Baustoffe - Steine - Erden beleuchten. Gleichzeitig haben wir die Gelegenheit genutzt, das Heft noch attraktiver und zeitgemäßer zu gestalten und das Layout mit einer klaren, informativen Struktur zu versehen. Gemeinsam mit unserem neuen Verlagspartner, der ad-media GmbH in Köln, wollen wir Sie umfassend informieren. Wir freuen uns auf diese neue Zusammenarbeit. Unserem bisherigen Verlagspartner, der Schlüterschen Verlagsgesellschaft, danken wir ganz herzlich für die jahrelange gute Zusammenarbeit und das entgegengebrachte Vertrauen.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Lektüre der neuen Steine + Erden und freue mich auf Ihre Kommentare und Anregungen.