Unternehmensführung

Soziale Verantwortung durch feste Standards

Berliner Steincontor: Aktiv gegen Kinderarbeit

Sämtliche Partnerbetriebe des Berliner Steincontors zeichnen sich durch ein menschenwürdiges und sicheres Produktionsumfeld im Sinne der ILO-Vorgaben aus.
Sämtliche Partnerbetriebe des Berliner Steincontors zeichnen sich durch ein menschenwürdiges und sicheres Produktionsumfeld im Sinne der ILO-Vorgaben aus.

Kleine, von Schürfwunden übersäte Hände an schweren Maschinen, giftige Staubwolken und ohrenbetäubender Lärm: Weltweit müssen rund 191 Millionen Kinder hart und unter schlimmsten Umständen für den Lebensunterhalt ihrer Familien schuften, so die Internationale Arbeitsorganisation ILO. Häufig wird in diesem Zusammenhang auch über die mitunter verheerenden Zustände in Steinbrüchen berichtet, wonach Minderjährige als Schuldknechte mit Presslufthämmern oder Sprengstoff massiven Granit aus Felswänden brechen. Für die körperliche und seelische Entwicklung der 5- bis 14-Jährigen kann dies lebenslange Folgen haben, wie beispielsweise chronische Erkrankungen und Traumata. Die Besco Berliner Steincontor GmbH setzt sich seit Jahren aktiv gegen diese Missstände sowie für eine aufgeklärte, öffentliche Diskussion ein.

„Wir beziehen jährlich rund 2500 Container Natursteinprodukte aus Asien. Waren zu handeln, die jedoch in ausbeuterischer Absicht oder von Kinderhänden produziert wurden, ist für uns absolut inakzeptabel“, sagt Frank Dickmann, Geschäftsführer des aufs Projektgeschäft mit Natursteinen spezialisierten Unternehmens. „Mindestens zehn Mal pro Jahr sind Mitarbeiter aus unserem Berliner Büro für jeweils ein bis zwei Wochen in China und Vietnam, um die Arbeitsbedingungen ausgiebig zu prüfen. Parallel hierzu beschäftigen wir für diese Kontrollen sowohl unser einheimisches als auch deutsches Personal permanent vor Ort. Denn neben einer modernen technischen Ausstattung der Betriebe legen wir großen Wert auf ein menschenwürdiges Produktionsumfeld im Sinne der ILO-Vorgaben. Diese Punkte sind wesentlicher Bestandteil unserer Verträge und werden regelmäßig überwacht.“ Von der Pauschalaussage, asiatischer Naturstein sei grundsätzlich mit Kinderarbeit verbunden, distanziert sich das Unternehmen bewusst. „Wir bereisen diese Regionen nun seit mehr als einem Jahrzehnt und haben sowohl in China als auch in Vietnam niemals Minderjährige arbeiten sehen. Die bestehende Schulpflicht sowie die in China gesetzlich geregelte Ein-Kind-Ehe lassen dies ohnehin nicht zu. Innerhalb der 40 bis 50 Produktionsstätten, mit denen wir kooperieren, bewegen wir uns auch ohne vorherige Anmeldung absolut frei“, berichtet Dickmann. 

Das Berliner Unternehmen legt großen Wert auf eine enge Zusammenarbeit mit seinen Partnerbetrieben sowie den Organisationen Xertifix und Win=Win Fair Stone.
Das Berliner Unternehmen legt großen Wert auf eine enge Zusammenarbeit mit seinen Partnerbetrieben sowie den Organisationen Xertifix und Win=Win Fair Stone.

„Vollkommen anders ist die Situation in Indien. Entgegen der Aussage vieler Exporteure haben wir dort elf, zwölf Jahre alte Jungen in den Steinbrüchen bei schwerster körperlicher Arbeit gesehen. Daraus wird vor Ort auch kein Hehl gemacht, ein Unrechtsbewusstsein besteht diesbezüglich nicht. Daher schließen wir die Zusammenarbeit mit indischen Betrieben kategorisch aus und verwenden auch in den Produktionsländern China und Vietnam nur heimische Materialien.“ Seine soziale Verantwortung untermauert das Berliner Unternehmen unter anderem durch die enge Zusammenarbeit mit den beiden Organisationen Xertifix und Win= Win Fair Stone. Als zertifizierter Partner setzt sich Besco für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Natursteinindustrie von Schwellen- und Entwicklungsländern ein. Hierzu zählt auch die Verpflichtung zur konsequenten Einhaltung wirtschaftlicher und ökologischer Standards entlang der gesamten Lieferkette. Des Weiteren steht die Geschäftsführung in regem Kontakt mit der Arbeitnehmergruppe im Deutschen Bundestag und ist geladener Teilnehmer der regelmäßigen Veranstaltung „Runder Tisch Natursteine ohne Kinderarbeit“. 

 
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