Technik

Neugründung Informationszentrum Beton

Neu aufgestellt in die Zukunft

Beton-Logo

Im neuen Informationszentrum Beton (IZB) bündelt die Beton- und Zementindustrie zukünftig die Aktivitäten der bisherigen Regionalgesellschaften und der Betonmarketing Deutschland. Am 1. Juli wurde das IZB im Sanaa-Gebäude auf dem Gelände der Zeche Zollverein in Essen vorgestellt.

Zu diesem Anlass trafen sich rund 150 Branchenvertreter, um sich im festlichen Rahmen über die Herausforderungen für die Betonindustrie sowie die Aktivitäten des IZB zu informieren und sich auszutauschen. Vorgestellt wurden zudem das neue Logo sowie die Neugestaltung des Corporate Designs, mit dem das Informationszentrum auch optisch den Blick in die Zukunft wirft. In seinem Grußwort betonte Dirk Spenner, Vizepräsident des Vereins Deutscher Zementwerke, wie wichtig die im letzten Jahr begonnene konzeptionelle Neuausrichtung für diesen Industriebereich sei.

Die beiden Geschäftsführer Ulrich Nolting (m.) und Matthias Middel (r.) mit Prokurist Torsten Bernhofen (l.).
Die beiden Geschäftsführer Ulrich Nolting (m.) und Matthias Middel (r.) mit Prokurist Torsten Bernhofen (l.). // BetonBild

Haus der Zukunft

Vor allem in den Siebziger Jahren bekam Beton zunehmend ein schlechtes Image. Zu stark verband die Öffentlichkeit mit diesem Werkstoff die teils gigantischen, seelenlos anmutenden Bauklötze des Brutalismus. Diese Wahrnehmung hat sich in der heutigen Zeit wieder gewandelt. Aber auch zukünftig muss sich die Betonbranche mit den sich ändernden Anforderungen an das Bauen, mit sich ändernden Vorstellungen, wie und wo Menschen leben und arbeiten wollen, beschäftigen. Ein zukunftsorientiertes Fallbeispiel erläuterte die Trendforscherin Oona Horx-Strathern, die in ihrer Keynote den Anwesenden Trends aufzeigte, die die Art des Bauens beeinflussen werden. Anhand ihres gemeinsam mit ihrem Mann errichteten Zukunftshauses in der Nähe von Wien bot sie Einblick, wie man sich verändernde Lebenswirklichkeiten architektonisch auch mithilfe des Werkstoffs Beton umsetzen kann. 2050 werden ungefähr 75 Prozent der Weltbevölkerung in Städten leben, daraus entstehen Herausforderungen, die neue Herangehensweisen erfordern. Mit ihrem Vortrag lieferte Horx-Strathern Denkanstöße, wie man dieser Thematik begegnen kann.

Markenentwicklung

Im Anschluss daran erläuterte Philipp Brune, Geschäftsführer der Agentur Strichpunkt, am Beispiel Beton, wie eine Marke entwickelt wird und ein Corporate Design entsteht. Wichtig sei es, die richtige Balance zwischen Vergangenheit – also Tradition – und Zukunft zu finden. Marken benötigen ein solides Fundament, eine stabile Konstruktion und eine gute Gestaltung. Brune erläuterte den Entwicklungsprozess hin zum Relaunch der Marke Beton.

Daran anknüpfend stellte Ulrich Nolting, einer der Geschäftsführer des IZB, die Entwicklung der Marke Beton sowie deren Imagewandel im Laufe der Jahre vor. Das Image von Beton blieb in den Siebzigern hinter dem anderer Baustoffe wie Ziegel zurück, auch der Anteil am Baustoffmarkt blieb hinter der allgemeinen Entwicklung im Bausektor. Mit Werbekampagnen wie „Hoffentlich ist es Beton“ oder einer Kampagne mit Günter Jauch gelang es dem Betonmarketing, das Image zu verbessern. Matthias Middel, ebenfalls Geschäftsführer des IZB, betonte dann auch, dass sich der Marktanteil von Beton am Wohnungsbaumarkt innerhalb der letzten zehn Jahre verdoppelt habe. Das neue Informationszentrum Beton sieht seine wichtigste Aufgabe auch weiterhin darin, an diese Entwicklung anzuknüpfen und den Absatz des Werkstoffes zu sichern und weiter zu fördern. Die Herausforderungen liegen nicht nur im Wohnungsbau mit einer ästhetischen und nachhaltigen Bauweise, sondern auch in der Infrastruktur. In diesem Bereich existiert ein großer Investitionsstau. In den nächsten Jahren muss die öffentliche Hand Anstrengungen unternehmen, um die Infrastruktur so zu gestalten, dass sie den erweiterten Ansprüchen genügt.

Gäste
Rund 150 Gäste kamen zum Start des IZB.

Neue Struktur für den Erfolg

Daneben liegt ein weiterer Schwerpunkt des IZB auf der betontechnischen Wissensvermittlung. Durch Netzwerke mit der Industrie will das Zentrum zentraler Ansprechpartner werden. Auch in der Zusammenarbeit mit Hochschulen, durch Aus- und Weiterbildung, Schulungen und Lehrgänge sowie Schriftreihen wird das Verständnis für Beton und dessen Weiterentwicklung gefördert. Auch weiterhin werden Marketingmaßnahmen und Werbekampagnen entwickelt. Für die einzelnen Bereiche wurde das Informationszentrum in Arbeitskreisen strukturiert.

Im Anschluss an die Vorträge gab es für die Teilnehmer in der beeindruckenden Atmosphäre des Sanaa-Gebäudes Gelegenheit, fachliche Gespräche miteinander zu führen und den Start des neuen IZB zu feiern.

Beton-Logo
Das neue Logo wurde in Essen vorgestellt.
 
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