Technik

Studie zur Beschäftigungszufriedenheit

Wo es läuft, wo es hakt

Was sind gute Arbeitsbedingungen aus Sicht der Beschäftigten? Wo besteht Verbesserungsbedarf? Und wie weit liegen Wunsch und Wirklichkeit auseinander? Ein Monitor gibt Auskunft.

Diese und weitere Fragen beantwortet die Studie „Gewünschte und erlebte Arbeitsqualität – Die Arbeitssituation in deutschen Unternehmen aus Sicht der Beschäftigten“, die nun als Monitor der Initiative Neue Qualität der Arbeit veröffentlicht wurde. Im Rahmen der repräsentativen Studie haben die Freiburger Forschungsstelle Arbeits- und Sozialmedizin (ffas), das Forschungszentrum Familienbewusste Personalpolitik (FFP) und das Institut für angewandte Sozialforschung (infas) rund 5.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte befragt. Kern der Befragung, die zwischen Februar und Juni 2013 durchgeführt wurde: Das aktuelle Arbeitsverhältnis und die Qualität des Arbeitsplatzes der Beschäftigten.

Positiver Trend, aber auch Problemfelder

Die gute Nachricht: Wichtige Fragen der Arbeitszufriedenheit werden von vielen Beschäftigten durchaus positiv beantwortet. Weit auseinander liegen Wunsch und Wirklichkeit jedoch bei den Aspekten Lohn, Führungsqualität und Vereinbarkeit von Beruf und Familie bzw. dem Privatleben - ein Punkt, der für jede zweite Befragte von größter Bedeutung ist. Das Familienbewusstsein der Arbeitgeber erzielte laut Umfrage lediglich ein mittelmäßiges Ergebnis. In kleinen und großen Unternehmen werden Arbeitnehmer demnach eher aktiv unterstützt, Lösungen zu finden, wenn sich familiäre und berufliche Pflichten im Weg stehen. Von besonderer Bedeutung ist für die Beschäftigten zudem ein sicheres, unbefristetes und gut bezahltes Arbeitsverhältnis, bei dem auch die Zusammenarbeit mit Kollegen und eine gute Führungsqualität des Vorgesetzten eine wichtige Rolle spielen.

Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Andrea Nahles, zu den Ergebnissen der Studie: „Ich bin überzeugt: Es lohnt sich, die Wünsche der Beschäftigten ernst zu nehmen. Denn wer unter guten Bedingungen arbeitet, fühlt sich gesünder, motivierter und dem Arbeitgeber fest verbunden. Letztlich alles Faktoren, die für Unternehmen immer wichtiger werden.“ Insgesamt bewerten nur rund 30 Prozent der Befragten die eigenen Arbeitsbedingungen als rundum „gut“. Die Studie zeigt klar, wie unverzichtbar ein gutes Arbeitsumfeld ist – stimmen die Arbeitsbedingungen, gibt dieses knappe obere Drittel der Beschäftigten an, gesünder, leistungsfähiger und insgesamt zufriedener zu sein. Darüber hinaus denken sie seltener über einen Jobwechsel nach. Damit belegt die Studie, dass sich gute und gesunde Arbeitsbedingungen lohnen. Die Studie zeigt auch, wie vielschichtig „Arbeitsqualität“ ist. Insgesamt 31 potenzielle Einflussfaktoren wurden im Hinblick auf die Arbeitszufriedenheit der Beschäftigten untersucht – zehn davon wurden als besonders bedeutende zufriedenheits- und gesundheitsbezogene Einflussfaktoren eingestuft. Dies sind beispielsweise die Führungsqualität, das Gemeinschaftsgefühl oder Entwicklungsmöglichkeiten.

Titel der Studie „Gewünschte und erlebte Arbeitsqualität – Die Arbeitssituation in deutschen Unternehmen aus Sicht der Beschäftigten“
 
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