Technik

Waschbecken aus dem 3D-Drucker

Seit mittlerweile drei Jahren experimentiert das Team um den Gründer der Schweizer Manufaktur dade design, Andy Keel, mit den Möglichkeiten des 3D-Drucks von Beton-Objekten und -Möbeln. Das „WAVE3d“ ist nun in Zusammenarbeit mit dem französischen Unternehmen XtreeE entstanden, das über die nötigen Kapazitäten zur Produktion größerer 3D-Drucksachen verfügt. Denn mit einem handelsüblichen Drucker für den Privatgebrauch lassen sich natürlich keine Waschbecken herstellen. Stattdessen kommt hier ein Industriegerät mit Roboterarm zum Einsatz, wie man es aus der Automobilfertigung kennt. Noch in diesem Jahr sind weitere Produkte wie Wandpaneele, Bänke oder Pflanzgefäße geplant, die in dem von Andy Keel scherzhaft „Würschtel-Technik“ genannten Verfahren hergestellt werden.

Technologische Herausforderungen

Der visuelle Auftritt des 3D-Waschbeckens spricht für sich, aber bei dieser Produktionsmethode lassen sich gewisse Nachteile nicht leugnen. Zum Beispiel können keine Bewehrungen eingefügt und die Oberflächen nicht geglättet werden. Damit sich das WAVE3d auch für den alltäglichen Gebrauch als Waschbecken eignet, wurde die Innenseite daher mit einer Schicht Polyurethan versiegelt und geglättet. „Insgesamt“, sagt Andy Keel, „herrscht beim 3D-Betondruck das Prinzip: Design follows technique. Die Herausforderungen der Technologie sind nicht ohne. Aber wir als kleine Manufaktur haben eine spielerische Art, komplizierte Aufgaben anzugehen. Wir spinnen manchmal einfach rum und probieren es aus.“

Waschbecken
Das 3D-gedruckte Waschbecken „WAVE3d“.
 
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