Technik

Modulares Verschleißschutz-System für die Schüttgutindustrie

Gummi gegen Schäden

Für Betreiber im Bergbau, von Steinbrüchen oder Sand- und Kieswerken ist es ein häufiges Ärgernis: Abrasives Material, das in ihren Anlagen transportiert und verarbeitet wird, hinterlässt an vielen Stellen im Produktionsprozess Verschleißspuren. Und der verwendete Verschleißschutz bringt oftmals nicht den gewünschten Effekt. Um dies zu verbessern, hat REMA Tip Top ein modulares Verschleißschutz-System entwickelt, das auch in anspruchsvollen Anwendungsfällen lange Standzeiten bietet: RMS-MP-70.

Durch ihre einheitliche Größe lassen sich die Module bei punktuellen Schäden einzeln austauschen, was die Betriebskosten im Vergleich zur großflächigen Erneuerung einer Auskleidung erheblich senkt. Die Montage ist einfach: Wie bei einem Puzzle werden die trapezförmigen Elemente miteinander verbunden. Durch ihre Überlappung ist eine stabile Konstruktion gewährleistet, die verhindert, dass zwischen den Teilen Feinmaterial eindringt. Bei der Gummi-Ausführung RMS-MP-70 handelt es sich um eine Kombination aus hochverschleißfestem Gummimaterial und einer darunterliegenden orangenen Signalschicht (Verschleißanzeiger): „REMA Performance line 70 ist ein Werkstoff, der wegen seiner exzellenten Abriebfestigkeit in Bereichen mit starkem Verschleiß und Aufprall eingesetzt wird“, erklärt Johannes Klöpper, Produktmanager bei REMA Tip Top. „Remaline 40 orange als weicherer Unterbau zeichnet sich wiederum durch seine hohe Elastizität aus.“ Die orangefarbene Signalschicht fungiert dabei als Indikator für Verschleiß, um Instandhaltungsmaßnahmen rechtzeitig zu planen. Eine fünf Millimeter dicke Stahlträgerplatte, auf die das Gummimaterial vulkanisiert ist, dient der sicheren Befestigung und schützt zusätzlich vor Materialhinterwanderungen.

Jetzt auch für mittelschwere Anwendungen

„Nachdem sich RMS-MP-70 bereits als schwerer Verschleißschutz in der Praxis bewährt hat, wollten wir auch Kunden mit mittelschweren Anwendungen eine modulare Verschleißschutz-Lösung ermöglichen“, erklärt Johannes Klöpper. Um diese Nachfrage zu bedienen, hat REMA Tip Top neuerdings auch Module mit einer dünneren Version von 40 Millimetern im Programm. Ihr Einsatzgebiet sind empfindliche Anlagenkomponenten, bei denen die Körnung des geförderten Materials und die Aufprall-Energien etwas geringer ausfallen. Speziell für Anwendungen im Nassbereich, wo es darauf ankommt, Anlagen und Komponenten vor Gleitverschleiß und Anbackungen zu schützen und wo Öle und Fette eine Rolle spielen, bietet REMA Tip Top das modulare System unter dem Produktnamen RMS-REMATHAN-G90 auf Polyurethan-Basis an – die Moduldicke beträgt dabei ebenfalls 40 Millimeter. Eine weitere Neuheit für noch längere Standzeiten und weniger Anbackungen: Hybrid-Verschleißschutz-Module mit hochverschleißfesten Keramik-Elementen, die nach dem Prinzip der bewährten REMALOX-HD Serie von REMA Tip Top in eine Spezialgummimatrix eingebettet sind. Diese sind in zwei Dicken, 40 und 80 Millimeter, verfügbar. Die Gummi-Keramik-Kombi empfiehlt Johannes Klöpper insbesondere für Übergaben mit kleinen Aufprallwinkeln bis etwa 40 Grad: „In diesen Bereichen sind die RMS-REMALOX-HD Module optimal. Es entsteht so gut wie keine Abrasion. Das Gummi-Bett federt wiederum den Aufprall ab.“

Verschleißschutz
Der Verschleißschutz ist als eine Art Sandwich aus Gummi und Stahlplatten aufgebaut. So reduziert er Abrieb- und Aufprallenergie in Anlagen und Transportfahrzeugen.
 
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