Industrienachrichten

Bauindustrie über Wohnungsbaugenehmigungen im ersten Quartal 2019

„Wir sind von der Entwicklung der Wohnungsbaugenehmigungen im ersten Quartal dieses Jahres enttäuscht. Der gute Start im Januar hat sich leider nicht fortgesetzt. Insbesondere die Genehmigungen von neuen Wohnungen in Mehrfamilienhäusern sind zurückgegangen – und hier herrscht vor allem in den Großstädten weiterhin Mangel. Ohne eine ausreichende Bautätigkeit wird sich der Mietwohnungsmarkt in den Ballungszentren so schnell nicht wieder entspannen.“ Mit diesen Worten kommentierte der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Dieter Babiel, die vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Baugenehmigungszahlen. Demnach sei im ersten Quartal der Neu- und Umbau von insgesamt 75.600 Wohnungen genehmigt worden, 2,8 % bzw. 2.200 weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Der Rückgang sei überwiegend auf den Neubau von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern zurückzuführen, welcher um 4,4 % unter dem Vorjahresniveau läge.

Die echten Probleme müssen angegangen werden

Babiel: „Den Wohnungsbau kurbelt man nicht an, indem man ständig über Enteignung und das Einfrieren der Mieten diskutiert. Hiermit erreicht man nur das Gegenteil - die Investoren ziehen sich zurück. Es müssten jetzt endlich die wirklichen Probleme, wie fehlendes Bauland, die unterschiedlichen Landesbauordnungen, die Grundstücksspekulation und die Blockade der Sonderabschreibung angegangen werden.“ Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes.

Mehrfamilienhaus
Besonders in Städten mangele es am Neubau von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern, kritisiert die deutsche Bauindustrie. // Foto: (© Cemex Deutschland)
 
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