Technik

Metso-Brecher bei den Freiberger Steinbruchtagen

Den Anforderungen gewachsen

Zum Straßen- und Tiefbauunternehmen Arndt Brühl aus Freital zählt auch die Naundorfer Naturstein, deren Granitsteinbruch in unmittelbarer Umgebung von Freiberg (Mittelsachsen) liegt. Am 10. und 11. Mai fanden dort die Freiberger Steinbruchtage statt, eine vom Baumaschinenhändler Fischer-Jung aus Arnsdorf organisierte Veranstaltung. An beiden Tagen wurden unter anderem mobile Brechtechnologien (≤ 70 t) von Metso sowie Baumaschinen von JCB (≤ 40 t) präsentiert.

Uwe Stoll, Inhaber des Granitsteinbruchs, zeigte sich von der Veranstaltung auf seinem Gelände begeistert: „ Anlässe gibt es genug – Im Februar haben wir zwei neue Anlagen zur Aufbereitung unseres Natursteins in Betrieb genommen: Einen mobilen Metso Backenbrecher vom Typ Lokotrack LT120 sowie einen mobilen Kegelbrecher vom Typ LT300HP. Das Zusammenspiel beider mobiler Einheiten können wir heute unter Beweis stellen.“

Brecher (Luftaufnahme)
Demonstrationen der neuen Anlagen auf den Freiberger Steinbruchtagen.

Gute Konjunktur

Zum Produktionsspektrum der Naundorfer Naturstein zählen Wasserbausteine und Frostschutzmaterial in den Körnungen 0/32, 0/45, 0/56 sowie verschiedene Splitte.

„Auf die Fertigung von Edelsplitten verzichten wir. In unserer Region gibt es genügend Marktteilnehmer, die so etwas anbieten. Wir verkaufen das Material nicht nur an alle etablierten Straßen- und Tiefbauunternehmen im Umkreis von 30 km, sondern selbstverständlich auch an unser Unternehmen Arndt Brühl.“ Seit dem Kauf des Steinbruchs 2010 profitierte Uwe Stoll vom anhaltenden Konjunkturwachstum. Den Personalstamm konnte er innerhalb der letzten 9 Jahre um das 4- bis 5-fache aufstocken.

„Wir mussten nicht nur den Personalbestand massiv erhöhen, sondern auch die Technik anpassen. Als wir bis vor kurzem noch den Lokotrack LT106 und den LT200HP in Betrieb hatten, arbeiteten wir hier sogar im 2-Schicht-Betrieb, um die laufenden Anfragen bewältigen zu können. Mit den leistungsstärkeren Metso Brechern erledigen wir jetzt alles in einer Schicht. Auch wenn weitere Überstunden sowie eine Personalkonzentration in den Kernarbeitszeiten unvermeidlich sind.“

Die freien Produktionskapazitäten nutzt der Unternehmer jetzt auch im Zuge einer intelligenten Gleitzeitregelung.

Geringerer Energieverbrauch?

Die größeren Brecher verhelfen Uwe Stoll nicht nur zu einem höheren Durchsatz – auch der Energieverbrauch scheint sich in Relation zu den Vorgänger-Maschinen zu verbessern. „Reine Gefühlssache allerdings, wir haben bisher noch keine verbindlichen Auswertungen oder Statistiken dazu vorliegen“, teilt der Steinbruchbetreiber mit. Die höhere Stundenleistung mit den neuen Brechern lässt sich derzeit zwar noch nicht in Tonnen spezifizieren, doch nach Aussage von einem der Baggerfahrer komme man mit der Aufgabe zeitlich „kaum hinterher“.

Außerdem verfügt der LT120 über einen hydraulischen Niveauausgleich des Fahrwerks, was bei Unebenheiten des Bodens auf Anhieb von großem Vorteil ist. Der neue mobile Feinbrecher LT300HP liefert nach Aussage des Herstellers mindestens 30-40 % mehr an Leistung als der LT200HP. Die spätere Aufhaldung des verkaufsfertigen Endproduktes erfolgt über ein radmobiles Förderband, das über den integrierten Stromgenerator des Metso Kegelbrechers betrieben wird.

Weitere Modelle vorgestellt

Die Freiberger Steinbruchtage, zu denen etwa 200 ausgewählte Besucher anreisten, die nicht nur aus der näheren Umgebung kamen, waren für alle Beteiligten ein großer Erfolg. Fischer-Jung präsentierte neben den neuen Brechtechnologien auch weitere mobile Metso Einheiten vom Typ LT96, LT106 und LT1213S. Beschickt wurden die Maschinen ausschließlich von JCB Raupenbaggern. Außerdem wurden verschiedene größere JCB Radlader und zahlreiche kleinere Maschinen (vom Minibagger bis zum Teleskoplader) vorgeführt, um ein breites Spektrum weiterer Möglichkeiten abzubilden.

Brecher
Das Hauptaustragsband des neuen mobilen Vorbrechers ist nicht nur länger als das des Vorgängers, auch die Einlauföffnung, das Bunkervolumen und die Brechkammer sind weitaus größer als beim LT106. Ein Pluspunkt für die Größe des Aufgabematerials, das jetzt auch bis zu 80 cm groß sein darf.
 
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