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[Die Industrie der Steine + Erden]


Urkunden für unfallfreies Arbeiten

Dipl.-Geol. H. Nuß

Im Zementwerk Lägerdorf der Alsen GmbH fand am 3. September 1997 eine Betriebsfeierstunde aus besonderem Anlaß statt.

Die Grube Muldsberg der Alsen GmbH hatte 480.000 Stunden (184 Kalendermonate), die Grube Saturn der Alsen GmbH hatte 315.000 Stunden (129 Kalendermonate) und das Betriebslabor der Firma Alsen GmbH hatte 870.000 Stunden (232 Kalendermonate) unfallfrei gearbeitet, so daß kein einziger meldepflichtiger Arbeitsunfall zu verzeichnen war. Dieses erfreuliche Ergebnis war Anlaß für eine betriebsinterne Feierstunde, zu der alle Werksangehörigen der entsprechenden Abteilungen eingeladen wurden.

Übergabe der Urkunden Neben der Anwesenheit des Werkleiters und der Abteilungsleiter sowie der Werksangehörigen konnte der Technische Aufsichtsbeamte der Steinbruchs-Berufsgenossenschaft, als Anerkennung für diese erreichten Leistungen im Bereich der Arbeitssicherheit, drei Urkunden der Steinbruchs-Berufsgenossenschaft für unfallfreies Arbeiten an die einzelnen Abteilungen übergeben.Dieser Erfolg ist das Ergebnis einer kontinuierlich im Unternehmen durchgeführten Sicherheitsarbeit, bei der alle Mitarbeiter in allen Ebenen und Fachbereichen eingebunden worden sind.Der Technische Aufsichtsbeamte betonte bei der Übergabe der Urkunden, daß Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz ein Garant für störungsfreie Arbeitsabläufe seien. Gefahren und Unfälle liefen dem Betriebszweck extrem zuwider. Sie brächten die innerbetriebliche Produktion ins Schlingern, sofern sie siese nicht sogar zeitweilig ganz vereiteln. Gefahren und Unfälle seien demnach Störfaktoren, die dem allgemeinen Risikopotential zuzurechnen sind. Sie seien – wegen der oft großen Reichweite ihrer negativen Auswirkungen – sogar klassische Musterbeispiele für Störfaktoren im Betrieb überhaupt.Ebenso betonte der Technische Aufsichtsbeamte, daß Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz ein Mittel zur Kostensenkung seien. Er folgerte in seiner Rede, daß Störfaktoren aller Art im Betrieb, insbesondere aber solche in Gestalt von Unfällen und Gesundheitsschäden, zu Umwegen nötigen, weil improvisiert, nachgebessert bzw. ausgeglichen werden müsse. Diese Tätigkeiten verursachen Aufwand; sie kosten Geld. Dadurch schmälern sie die Ertragslage des Unternehmens und greifen indirekt die Wettbewerbsfähigkeit an. Übereinstimmend wurde von den Teilnehmern geäußert, daß Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz also auch eine ertragssteigernde Funktion habe. Der hohe Arbeitssicherheits-Standard, der sich bei Alsen zeige, ist das Resultat vielfältiger wohlüberlegter Maßnahmen, wie z. B. wirksame Organisationsformen, klare Kompetenzregelungen und rationelle Verfahrensweisen. Er ist im Zementwerk Lägerdorf ein Indiz für konsequente Zielvorgaben und ausgereifte Führungsaktivitäten des Unternehmens bis hinunter zur Ebene des einzelnen Mitarbeiters. Somit ist Arbeitssicherheit eine anschauliche Visitenkarte für das gesamte Unternehmen. Das Beispiel zeigt, was durch konsequentes Handeln im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz erreicht werden kann und ist zur Nachahmung empfohlen.

Die Steinbruchs-Berufsgenossenschaft dankt den Verantwortlichen und Mitarbeitern bei Alsen für ihre konsequenten Bemühungen für sichere und gesunde Arbeitsplätze und wünscht auch weiterhin unfallfreies Arbeiten.

Anschrift des Verfassers:
Steinbruchs-Berufsgenossenschaft, Theodor-Heuss-Str. 160, 30853 Langenhagen





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