Technik

HeidelbergCement unterstützt Aktion „Neckarorte“

Bewusstsein für verlorene Orte schaffen

Der Neckar schenkt der Stadt Heidelberg einen Großteil seiner Identität. 25 Kilometer Flussufer bieten eigentlich viele Möglichkeiten, den Neckar direkt zu erleben. Doch bisher sind viele Uferorte aus unterschiedlichen Gründen gar nicht zugänglich. Das Stadtleben findet größtenteils abseits des Flusses statt. Um das zu ändern, wurde 2016 von der Architektenkammergruppe Heidelberg in Kooperation mit der Stadt Heidelberg das Projekt „Neckarorte“ ins Leben gerufen.

Unterstützt wird die Aktion unter anderem auch von HeidelbergCement. Die Aktion lief so erfolgreich, dass sich Anfang 2017 der Verein Neckarorte e.V. gegründet hat. Das Ziel der „Neckarorte“: In enger Abstimmung mit der Stadt Heidelberg sollen bisher ungenutzte Orte am Neckar ausfindig und für den Alltag der Bürger zugänglich gemacht werden. „Dafür haben wir 2016 zunächst vier eher unbekannte Uferbereiche mit Entwicklungspotenzial ausgesucht, die im Alltagsbewusstsein der Bürgerinnen und Bürger verschwunden waren und die Bürger im Rahmen von Workshops befragt, was sie sich dort alles vorstellen können“, erklärt Dirk Rulffes, Architekt und Vereinsvorsitzender.

Sitzgelegenheiten als Anker

Um verlorene Orte wieder mehr ins Bewusstsein zu heben, sind Sitzgelegenheiten ein guter Anker. So wurde ganz am Anfang des Projekts die Idee geboren, an jedem der vier ausgewählten „Neckarorte“ einen sogenannten Grundstein als Sitzbank zu platzieren. Es sollte eine Form sein, die es am Neckar schon an der Alten Brücke am Nordufer aus Sandstein gibt, nur in anderem Material. Da auch Hocker in freier Form aufgestellt werden sollten, war die Wahl des Baustoffs schnell klar: „Wir Architekten lieben ja die Formenvielfalt von Beton und wollten durch die Formensprache auch das Temporäre und Experimentelle der Aktion ausdrücken“, so Dirk Rulffes.

Die vier jeweils zwei Meter langen und 60 Zentimeter hohen Sitzbänke wiegen je 1,6 Tonnen und sind am eingelassenen „NeckarOrte“- Logo zu erkennen. Produziert wurden die Blöcke von der Lithonplus GmbH, einem Joint Venture von HeidelbergCement. Frank Becker, Bereichsleiter Sonderteilebau bei der Lithonplus GmbH: „Für das Logo haben wir eine Prototyp-Strukturmatrize aus strapazierfähigem PVC verwendet, die mit einer CAD-Laserschnitttechnik produziert wurde. Dieses relativ neue Verfahren haben wir für das Projekt das erste Mal erfolgreich angewendet.“

Positive Resonanz

Zusätzlich wurden von den Architekten eigenhändig 100 mobile Betonhocker gegossen, für welche die Heidelberger Beton Kurpfalz GmbH den Beton geliefert und vor Ort in kunstvoller Präzisionsarbeit in die Miniaturschalungen gefüllt hat. Mit den Hockern können Besucher ihren eigenen Lieblingsplatz besetzen oder diesen auch zu einem anderen „Neckarort“ mitnehmen.

Das Projekt wird von den Heidelbergern begeistert aufgenommen. Rulffes ist zufrieden: „Es zeigt sich, dass durch die Veränderung von Plätzen die Alltagswahrnehmung verändert wird.“

Betonhocker am Flussufer
Die Hocker sollen die ausgewählten Stellen am Neckar lebendiger machen und miteinander verbinden. (Foto: HeidelbergCement / Steffen Fuchs)
 
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