Technik

MAN auf der IAA 2018

Komfort und Sicherheit in Serie

MAN präsentierte auf der IAA 2018 seine zuletzt umfangreich aktualisierte TG-Baureihe. Klaren Fokus legt die Löwen-Marke dabei auf bewährte Produkttugenden wie Zuverlässigkeit, Effizienz und Kundenorientierung. Daneben zeigte MAN mit seinen Digital Services auch Antworten auf künftige Kunden- und Logistikanforderungen.

Die Antriebsstränge der TG Baureihe sorgen für einen sehr effizienten Kraftstoffverbrauch bei hoher Leistungsfähigkeit und Fahrdynamik sowie gewohnt hoher Zuverlässigkeit. Bis zu 640 PS bietet der D38 Motor in seiner stärksten Ausführung und erreicht sein bis zu 3.000 Nm hohes Drehmoment schon bei niedrigen Drehzahlen. Für Flottenanwendungen ist der D26 Motor optimiert, bietet ein Leistungsspektrum von 420 bis 500 PS bei gleichzeitig niedrigem Eigengewicht und geringem Kraftstoffverbrauch. In Verbindung mit dem fein abgestimmten MAN TipMatic-Getriebe mit individuellen Fahrprogrammen für jeden Einsatzzweck sowie der feinfühligen Anfahr- sowie effizienten und zugleich einsatzorientierten Schaltstrategie, verfügen die schweren MAN-Baureihen TGS und TGX über effiziente, sparsame und umweltschonende Antriebsstränge. Im mittleren Lkw-Segment fahren MAN TGL und TGM mit dem Ende 2017 vorgestellten neuen D08 Motor mit Leistungsstufen von 160, 190 und 220 PS in der Vierzylindervariante sowie bis 250,290 und 320 PS in der Sechszylinderversion vor. Die neue MAN D08SCR-Motorgeneration zeichnet sich durch ihre rein auf SCR-Technologie beruhende Abgasnachbehandlung und einen einfacheren Aufbau aus. Dies erweitere sowohl das Einsatzspektrum, diene der Wartungsfreundlichkeit und stärke die Zuverlässigkeit, so der Hersteller. Außerdem konnte MAN den Verbrauch des neuen Aggregates noch einmal um 5,5 Prozent reduzieren. Die mit der aktuellen D08-Generation eingeführten Funktionen für das TipMatic-Getriebe kommen Fahrkomfort und Effizienz bei TGL und TGM zusätzlich zugute.

Showtruck aus der TGX-Reihe
Showtruck aus der TGX-Reihe

Bedienkomfort und hohe Wohnqualität für den Fahrer

Die Ende 2017 vorgestellten und 2018 in die Serie überführten Neuerungen im Fahrerhausinneren machen Arbeiten und Leben für den Fahrer in Lkw der TG-Baureihe noch komfortabler. Während sich die für Einsatzzweck- und Fahraufgabe optimierte Innenraumgestaltung bei den kurzen C- und M-Fahrerhäusern vor allem rund um den Arbeitsplatz findet, profitiert der Fahrer in den langen L-, LX-, XL-, XLX- und XXL-Fahrerhäusern, wie sie vor allem bei MAN TGX und TGS zum Einsatz kommen, zusätzlich von einer überarbeiteten Gestaltung des Wohnbereiches. Dazu gehört neben dem voll unter der Liege versenkbaren Kühlschrank ein speziell für den Ruhebereich optimiertes Ablagen- und Leuchten-Angebot. Über das zentralisierte Bedienkonzept lassen sich alle wichtigen Komfortfunktionen steuern. Für einen erholsamen Schlaf sorgt darüber hinaus bei der TGX-Baureihe ein Akustikpaket, das mit umfangreichen Dämmmaßnahmen das Geräuschniveau in der Kabine merklich reduziert. Speziell für Anwendungen im Traction-Bereich gibt es das neue Kabineninterieur optional auch in der besonders schmutzunempfindlichen Innenraumharmonie Urban Concrete.

Fahrerentlastung und Sicherheit an erster Stelle

Damit auch Stausituationen und zäh fließender Verkehr den Fahrer so wenig wie möglich ermüden, bietet MAN den Abstandstempomaten ACC mit einer Stop-and-Go-Funktion an. Sie regelt den Abstand zum Vorausfahrenden auch bei niedrigen Geschwindigkeiten automatisch, bremst das Fahrzeug, wenn nötig, bis zum Stillstand und fährt bei kurzen Stopps auch selbstständig wieder an. So schwimmt der Fahrer auch im Stop-and-Go-Verkehr entspannt und stressfrei mit. Neben der neuen Stop-and-Go-Funktion bietet das ACC von MAN in der neuen Generation zudem ein komfortableres Annäherungsverhalten an vorausfahrende Fahrzeuge. Das System vermeidet außerdem unnötiges Bremsen und Beschleunigen und reduziert so Bremsenverschleiß und Kraftstoffverbrauch während der ACC-Fahrt. ACC und ACC Stop-and-Go ergänzen ideal die Sicherheitssysteme Emergency Brake Assist (EBA 2) und Lane Guard System (LGS) und helfen, Unfälle vorausschauend zu vermeiden. Der Notbremsassistent EBA2 übertrifft schon jetzt die ab November dieses Jahres geltenden verschärften gesetzlichen Vorgaben für Notbremssysteme deutlich. Durch die hochausgereifte Sensordatenfusion von Radar und Kamera kann EBA2 auch anspruchsvolle Verkehrsszenarien zuverlässiger interpretieren, vorausfahrende Fahrzeuge und stehende Hindernisse mit höherer Sicherheit identifizieren, um somit nur bei Bedarf eine Notbremsung auszulösen. Aufgrund der positiven Erfahrungen mit dieser Auslegungsphilosophie verbaut MAN den EBA 2 seit Frühjahr 2017 serienmäßig nicht mehr per Taster im Armaturenbrett abschaltbar, um den Sicherheitsgewinn durch das System weiter zu erhöhen. Dabei ist die vollständige Kontrolle des Fahrers über das System weiterhin jederzeit gewährleistet.

Kamera im Lkw-Cockpit
Die Kamera im Cockpit schließt die Lücken, die von den Spiegeln offen gelassen werden.
 
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