Technik

TÜV SÜD zertifiziert Thermomulden-Kipper nach DIN 70001

Beim Bau von Straßen gibt es viele Einflussfaktoren, die sich auf die Qualität des Asphalts und damit auch auf die Qualität der Straßen auswirken. Neben dem Herstellungs- und Verarbeitungsprozess betrifft das vor allem den Transport des Asphaltmischgutes. Voraussetzung für eine optimale Verarbeitung ist eine konstante Temperatur des Asphaltmischgutes während des gesamten Transports. Aus diesem Grund verfolgt das Bundesverkehrsministerium (BMVI) die schrittweise Einführung von thermoisolierten Transportfahrzeugen.

Seit 1. Januar 2019 enthalten alle BMVI-Ausschreibungen für Straßenbauprojekte die Anforderung, nur noch thermoisolierte Fahrzeuge einzusetzen.

Zertifizierungsverfahren erfolgreich umgesetzt

TÜV SÜD hat eine Zertifizierung entwickelt, mit der Hersteller von Thermomulden-Kippern nachweisen können, dass ihre Thermomulden die geforderten wärmetechnischen Kriterien erfüllen. „Die Basis für die Zertifizierung sind die neue DIN 70001:2018-04 sowie die im BMVI-Amtsblatt veröffentlichten Anforderungen“, sagt Dr. Stefan Heuß, Leiter der ATP-Prüfstelle der TÜV SÜD Industrie Service GmbH. Die Zertifizierung von Thermomulden durch TÜV SÜD umfasst zwei Teile: Zunächst erfolgt eine Produktprüfung, die im Wesentlichen aus der Validierung der Berechnungen des Herstellers nach den Anforderungen der DIN 70001:2018-4 besteht. Im Anschluss überprüfen die Experten im Rahmen von jährlichen Fertigungsstätten-Audits, ob die Thermomulden nach den vorgelegten Planungen und Berechnungen gebaut werden. Die neue Zertifizierung wurde in einem Pilotprojekt bereits erfolgreich umgesetzt.

 
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