Arbeitssicherheit

36. Internationaler A+A Kongress 2019 vom 5. bis 8. November

Die Zukunft von Arbeit und Gesundheit im Blick

Parallel zur Internationalen Fachmesse A+A 2019 findet der A+A-Kongress mit Veranstaltungen zu Themen wie Arbeit 4.0, Zukunft der Arbeit in Europa und weltweit sowie zu dem neuen Veranstaltungs-Format „Praxis Interaktiv“ statt. 350 Expertinnen und Experten befassen sich beim Kongress mit gesellschaftlichen Entwicklungen, Reformvorhaben, technischen und organisatorischen Innovationen sowie neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Der erste Kongresstag steht im Zeichen der Zukunft der Arbeit. Die Keynote zum Thema „Warum wir Arbeit völlig neu denken müssen“ spricht der Trendforscher Franz Kühmayer. Um die Sicherheit und Gesundheit in der digitalisierten Arbeitswelt dreht sich die zentrale Fachveranstaltung „Arbeiten 4.0“ unter Federführung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Die Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA) wird als Ansatz des Arbeitsschutzes in Deutschland zur Bewältigung der Folgen der Digitalisierung unter dem Titel „Prävention 4.0 für die Arbeitswelt 4.0“ diskutiert. Eine eigene Veranstaltung ist nachmittags der Verleihung des Deutschen Arbeitsschutzpreises gewidmet.

Breites Themenspektrum

Weiterhin gibt es etwa Informationen zu klassischen Themen des Arbeitsschutzes wie zum Beispiel Strategien, mit denen Staub auf Baustellen vermieden werden kann. Hinzu kommen neue Aspekte wie Chancen und Herausforderungen moderner Assistenzsysteme in der Produktion sowie die Möglichkeiten der Prävention in Fällen von Gewalt am Arbeitsplatz. „Gute Arbeit weltweit – Fairness in globalen Lieferketten“ ist das Thema einer weiteren Veranstaltung. Die Interessen von Betriebs- und Personalräten im Arbeitsschutz, Arbeitsmedizinern sowie Schwerbehindertenvertretungen werden ebenfalls berücksichtigt: Es diskutieren die Schwerbehindertenvertretungen über Prävention, Eingliederung und Inklusion. Das neue Berufskrankenrecht steht für die Arbeitsmediziner auch auf der Agenda. „Tarifpolitik als Gestaltungsfeld für Gute Arbeit“, ist speziell für Betriebs- und Personalräte aufbereitet. Die Zukunft des Arbeitsschutzes in Europa wird unter Federführung der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) in den Blick genommen.

Praxis interaktiv

Instrumente, Verfahren und Praxisanwendungen zu Themen wie Gesundheit und Psyche, Arbeitsumwelt, Arbeitsstätten 4.0 sowie Beteiligung und Kooperation stehen in Form von Themeninseln im Zentrum der neuen Veranstaltungsreihe „Praxis Interaktiv“ der Basi. Dort gibt es Antworten auf drängende Fragen: Was benötigen die Akteurinnen und Akteure des Arbeits- und Gesundheitsschutzes für ihre Praxis? Welche hilfreichen Neuigkeiten aus Forschung, Politik oder aktuell laufenden Projekten gibt es? Um die Kompetenzen für den Wandel geht es am letzten Tag beim „Fokus Professionen“. Diskutiert werden Fragen der Ausbildung und der Kooperation der Professionen im Arbeitsschutz. Zudem wird der Arbeitsschutz als interessantes Bildungs- und Beschäftigungsfeld präsentiert. Beim ersten „Prevention Slam“ entscheidet das Publikum, welche Ideen Studierende aus dem Bereich Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit besonders überzeugend und amüsant vorstellen.

In unserem Sonderheft, das Sie gemeinsam mit dieser Ausgabe bekommen haben, finden Sie eine ausführliche Vorberichterstattung zur A+A.

Zuhörer auf einem Kongress
Zum 36. A+A-Kongress werden rund 5.500 Teilnehmer erwartet.
 
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