Industrienachrichten

BVK aktiv in der CO2-Forschung

Synergien für mehr Nachhaltigkeit

Um gemeinsam technische Lösungen zur Minderung, Abscheidung und Weiterverwendung von CO2 zu finden, kooperiert die deutsche Kalkindustrie mit verschiedensten Partnern aus Wirtschaft und Forschung.

So arbeitet der Bundesverband der Deutschen Kalkindustrie e.V. (BVK) aktiv im CO2-Forschungsnetzwerk „UseCO2“ mit, das sich der Nutzung von Kohlenstoffdioxid als nachhaltige Kohlenstoff-Quelle verschrieben hat. Es geht darum, Kohlenstoffdioxid als Rohstoff für die Herstellung von chemischen Bausteinen zu nutzen und aus diesen verschiedenste umweltfreundliche Produkte zu erzeugen. „Use-CO2“ unterstützt damit den Wandel hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft und fördert die Unabhängigkeit Deutschlands vom Import fossiler Rohstoffe. Die Zusammenarbeit der Partner im Kooperationsnetzwerk wurde in der Zeit von März 2016 bis Juli 2019 im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) des BMWi gefördert. In diesem Zeitraum wurden bemerkenswerte Projekte initiiert. Mit dem Auslaufen der Förderung des ZIM-Kooperationsnetzwerks „UseCO2“ entschlossen sich die Mitglieder zur Fusion mit dem bereits vollständig privat finanzierten Netzwerk „Waste2Value“ und finanzieren das Netzwerkmanagement seitdem nur noch durch Eigenbeiträge.

Beiträge für eine nachhaltige Ökonomie

Diese Fusion schafft viele Synergien. Im Kooperationsnetzwerk „Waste2Value“ arbeiten Partner aus Industrie und Wissenschaft an einem gemeinsamen Ziel: Erneuerbare Kohlenstoffquellen, wie biobasierte Reststoffe aus der industriellen Verarbeitung oder das Treibhausgas Kohlenstoffdioxid aus Industrieanlagen oder der Atmosphäre, sollen als Ausgangsstoffe für neue Produkte genutzt werden. „Waste2Value“ berücksichtigt dabei die gesamte Wertschöpfungskette. Sowohl die Partner von „UseCO2“ als auch die von „Waste2Value“ haben es sich zur Aufgabe gemacht, wichtige Beiträge für eine biobasierte und nachhaltige Ökonomie zu leisten, indem sie erneuerbare Kohlenstoffquellen nutzen. Aufgrund der thematischen Gemeinsamkeiten entsteht ein großes Potenzial für intersektorale Kooperationsmöglichkeiten. Zusätzlich vergrößert der Zusammenschluss das Netzwerk, schafft neue Kontakte und fördert innovative Projektideen in bisher unerschlossenen Bereichen.

Auch in Zukunft dabei

Der BVK hat sich bisher stark ins „UseCO2“-Netzwerk eingebracht, um mit Partnern aus Forschung und Wirtschaft an CCU-Lösungen zur Treibhausgasminderung zu arbeiten und Projektideen im Bereich CCU auszuarbeiten (CCU = Carbon Capture and Utilization – Technologie zur Nutzung von Kohlendioxid als Rohstoff). Da dieses Thema von zentraler Bedeutung ist, wird der BVK auch nach dem Zusammenschluss der Innovationsnetzwerke „UseCO2“ und „Waste2Value“ Partner im Kooperationsnetzwerk bleiben, um dem Ziel einer CO2-neutralen, aber immer noch wettbewerbsfähigen Wirtschaft ein Stück näherzukommen.

Kalkwerk
Damit auch Kalkwerke wie dieses künftig möglichst CO2-neutral arbeiten, unterstützt der Branchenverband BVK die Erforschung neuer Technologien zur Nutzung des Treibhausgases als Kohlenstoffquelle. // Foto: (© BG RCI)
 
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