Technik

Neugestaltung des Berliner Mercedes Platzes

Facelifting für Friedrichshain

In seinem Stadtteil Friedrichshain rund um den Mercedes Platz plant Berlin ein neues Vergnügungsviertel. Für die Umgestaltung der Flächen wählten die Bauherren ein Pflaster aus belgrano-Naturstein des Berliner Steincontors Besco. Auch ein Feld mit Wasserfontänen sowie Stufenanlagen und Podeste bestehen aus dem vielfältig einsetzbaren Naturstein. Insgesamt verleiht dieser einer Fläche von rund 12.500 Quadratmetern ein stilgerechtes Facelifting. 

Seit jeher war die Fläche am Berliner Spreeufer ein hoher Umschlagplatz. Wo früher der Ostgüterbahnhof zuhause war, soll künftig nach amerikanischem Vorbild ein Vergnügungsviertel in Friedrichshain entstehen. Neben der bereits seit 2008 vorhandenen Mercedes-Benz-Arena (damals noch O2 World und 2015 umbenannt) wird eine weitere Musikhalle zu finden sein, genauso wie ein Multiplex-Kino, eine Bowlinganlage sowie Hotels, Restaurants, Cafés und Bars. Der vor der Mercedes-Benz-Arena liegende Mercedes Platz wird das Herz dieses neuen Flanier-Viertels sein – weshalb nicht nur die funktionellen Ansprüche an ihn hoch waren, sondern auch die optischen. Aus diesem Grund beschloss der Bauherr, die erst zehn Jahre zuvor am Arena-Vorplatz verlegten großformatigen Betonplatten auszubauen und nicht zu ergänzen. Stattdessen fiel die Wahl auf den belgrano-Naturstein des Steincontors Besco aus Berlin. Das zuständige Planungsbüro Topotek 1, Berlin, hatte den Bauherren der Anschutz Entertainment Group zuvor Mustersteine verschiedener Lieferanten präsentiert. Für den belgrano-Naturstein aus Quarz-Monzodiorit sprachen sein Aussehen und die zu erwartende Nachhaltigkeit. Rund 12.500 Quadratmeter Naturstein waren für das aktuelle Großprojekt im Berliner Osten nötig, der Großteil mit etwa 10.000 Quadratmeter als Pflaster für die Platzfläche. Hinzu kamen weitere 1.000 Quadratmeter für Plattenrahmen, 1.500 Quadratmeter für ein Fontänenfeld in der Platzmitte sowie diverse Stufenanlagen plus Podeste am Eingang und Umfeld des Platzes.

Pflastersteine
Rund um den Mercedes Platz entsteht ein neues Vergnügungsviertel.

Für den Berliner Winter gewappnet

Die Bodenplatten für das Fontänenfeld wurden großformatig in den Maßen 118 x 80 cm in gebundener Bauweise mit exakter Fugenbreite verlegt. Besco lieferte die Pflastersteine wiederum in verschiedenen Formaten, damit diese – passend zur Stadt selbst – als Pflasterverband bzw. sogenannte „Berliner Passe“ zum Einsatz kommen. Um ihren natürlichen Charakter zu unterstreichen, wurden die belgrano-Steine unterschiedlich bearbeitet, teils geflammt, gestrahlt oder auch feingestockt. Der Quarz-Monzodiorit verfügt über eine uneingeschränkte Frost- und Tausalzbeständigkeit. Gerade in den kalten Berliner Wintern sind dies wichtige Eigenschaften. Zudem ist der belgrano-Stein robust und dauerhaft – also geeignet für einen viel bewanderten und beanspruchten Platz eines belebten Viertels. Denn allein die Mercedes-Benz-Arena mit ihren über 130 Veranstaltungen pro Jahr lockt bereits 1,3 Millionen Menschen in den Stadtteil Friedrichshain. Genauso wie die vielen Mitarbeiter der nahe gelegenen Mercedes-Vertriebsstelle und des Online-Modeversandhändlers Zalando.

Keine Lieferprobleme

Für die Umgestaltung des Mercedes Platzes entschieden sich die Bauherren für Naturstein aus China. Dort führten seit einiger Zeit Schließungen von einigen großen Steinbrüchen und kleineren Verarbeitungsbetrieben zu Lieferengpässen, die schnell Vorbehalte gegen chinesischen Naturstein generell nach sich zogen. Besco selbst ist seit vielen Jahren in Asien mit eigenem Personal aufgestellt und kann dadurch unabhängig von derartigen Problemen vor Ort operieren und Lieferungen sicherstellen. „Es gibt zahlreiche andere Steinbrüche und Fabriken, die über jeden Zweifel erhaben und schon seit Jahren unsere Produktionspartner sind – hier treten keine Lieferprobleme auf“, sagt Besco-Prokurist und Verkaufsleiter Florian Geyer. Von März bis September 2018 wurde am Mercedes-Platz gebaut. Da die dortigen Platzverhältnisse und die laufenden Bautätigkeiten keine Lagerung der 12.500 Quadratmeter an belgrano-Naturstein möglich machten, lieferte Besco das Material bedarfsorientiert „just in time“.

Pflastersteine
Die Pflastersteine kamen als sogenannte Berliner Passe zum Einsatz.
 
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